Pistorius lÀsst Umgang mit Taurus-Raketen offen
22.02.2024 - 13:14:02 | dpa.deOb dazu auch die Marschflugkörper Taurus zĂ€hlen, lieĂ er aber am Freitag in einer Debatte zum Ukraine-Krieg offen. Auf die Frage des CDU-Abgeordneten JĂŒrgen Hardt, ob unter den in einem Koalitionsantrag geforderten "zusĂ€tzlich erforderlichen weitreichenden Waffensystemen" Taurus zu verstehen sei, sagte der SPD-Politiker Pistorius: "Das kann ich nicht beantworten. Ich habe den Antrag gelesen. Die Antragsteller werden sich ihren Teil dabei gedacht haben. Ich bin nicht Mitglied der Fraktion." Pistorius gehört anders als zum Beispiel Kanzler Olaf Scholz zwar der Regierung, aber nicht dem Bundestag an.
In dem Koalitionsantrag, ĂŒber den im Anschluss an die Debatte abgestimmt werden sollte, taucht das Wort Taurus nicht auf. Die Formulierung "zusĂ€tzlich erforderliche weitreichende Waffensysteme" wird in der Ampel-Koalition unterschiedlich interpretiert. Politiker von GrĂŒnen und FDP verstehen darunter auch Taurus. FĂŒr Kanzler Scholz fĂ€llt das Waffensystem nicht darunter.
Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Johann Wadephul, forderte Scholz auf, seine Haltung zu erklĂ€ren. "Ich möchte von Bundeskanzler Scholz in dieser Situation einmal wissen, was denn das ganz groĂe Problem mit der Lieferung der Taurus-Raketen nun ist. Niemand weiĂ es, niemand weiĂ es. Wir haben dazu keine rationale ErklĂ€rung bekommen." Die Ăffentlichkeit, die Ukraine, der Deutsche Bundestag hĂ€tten einen Anspruch darauf zu erfahren, warum die Lieferung nicht geschehe.
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

