Verregnet, Erdbeer-

Verregnet: Sehr niedrige Erdbeer- und Spargelernte erwartet

19.07.2024 - 09:43:33

Viel Niederschlag und sinkende AnbauflĂ€chen sorgen fĂŒr die kleinste Erdbeerernte im Freiland seit fast 30 Jahren. Auch beim Spargel wird ein Tiefstand erwartet. Eine Rolle spielt die Inflation.

  • Viel Regen und eine sinkende AnbauflĂ€che: Dieses Jahr wird die geringste Erdbeerernte seit 1995 erwartet. - Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

    Hauke-Christian Dittrich/dpa

  • Auch die deutsche Spargelernte fĂ€llt dieses Jahr knapp aus. - Foto: Oliver Berg/dpa

    Oliver Berg/dpa

Viel Regen und eine sinkende AnbauflÀche: Dieses Jahr wird die geringste Erdbeerernte seit 1995 erwartet. - Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpaAuch die deutsche Spargelernte fÀllt dieses Jahr knapp aus. - Foto: Oliver Berg/dpa

Wegen starker RegenfĂ€lle und sinkender AnbauflĂ€chen dĂŒrfte die Erdbeer- und Spargelernte 2024 auf langjĂ€hrige TiefstĂ€nde schrumpfen. Die Landwirtschaftsbetriebe in Deutschland erwarten die niedrigste Freiland-Erdbeerernte seit 1995, teilte das Statistische Bundesamt in einer ersten vorlĂ€ufigen SchĂ€tzung mit. Auch beim Spargel rechnet die Behörde mit einem krĂ€ftigen RĂŒckgang: Die Erntemenge dĂŒrfte sechs Prozent geringer als im Vorjahr liegen und damit auf den niedrigsten Wert seit 2013 fallen.

Schlechtes Wetter und zurĂŒckhaltende Verbraucher

Nach der Erhebung der Statistiker erwarten die Betriebe eine Ernte von rund 70.000 Tonnen Erdbeeren im Freiland - nur wenig mehr als 1995 (68.800 Tonnen). Die aktuell geschÀtzte Erdbeerernte liege damit fast ein Viertel (24 Prozent) unter der schon schmalen Freiland-Erdbeerernte 2023 von 92.700 Tonnen und gut ein Drittel unter dem Schnitt der Jahre 2018 bis 2023. Ursache seien eine deutlich gesunkene AnbauflÀche und ErnteausfÀlle wegen «starkem und teils langanhaltenden Regen» in Anbauregionen.

SpÀtfröste treffen Spargel

Die Spargelernte schÀtzen die Statistiker dieses Jahr auf 105.200 Tonnen, der niedrigste Wert seit rund einem Jahrzehnt und voraussichtlich 13 Prozent weniger als im Schnitt der Jahre 2018 bis 2023 (120.400 Tonnen). 

Hohe NiederschlĂ€ge und SpĂ€tfröste haben die in diesem Jahr sehr frĂŒh startende Ernte geschmĂ€lert, erklĂ€rte die Behörde. Zudem hĂ€tten viele Betriebe wegen steigender Kosten in der Inflation und zurĂŒckhaltender Verbraucher ihre ProduktionsflĂ€chen verringert - Ă€hnliche wie bei den Erdbeeren.

 

@ dpa.de