Optikerkette, Eyes

Optikerkette Eyes and More plant 150 neue Filialen bis 2029

17.02.2025 - 04:01:36 | dpa.de

Viele EinzelhĂ€ndler in Deutschland verkleinern ihre Filialnetze in den InnenstĂ€dten. Die großen Optikerketten setzen derweil auf Expansion. Ein Experte erklĂ€rt, wovon sie profitieren.

Eyes and More hat bereits mehr als 220 Filialen in Deutschland, in den nÀchsten Jahren sollen zahlreiche weitere hinzukommen. - Foto: Oliver Berg/dpa
Eyes and More hat bereits mehr als 220 Filialen in Deutschland, in den nÀchsten Jahren sollen zahlreiche weitere hinzukommen. - Foto: Oliver Berg/dpa

Die Optikerkette Eyes and More möchte in den nĂ€chsten vier Jahren 150 neue Filialen in Deutschland eröffnen. Das sagte der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des niederlĂ€ndischen Mutterkonzerns Nexeye, Bart van den Nieuwenhof, der Deutschen Presse-Agentur. Bis 2029 sollen mehr als 700 neue Mitarbeiter eingestellt werden. Man suche nach geeigneten FlĂ€chen zum Anmieten in Innenstadtlagen, hieß es. Lediglich bis zu fĂŒnf Filialen werden demnach in den kommenden Jahren schließen.

Eyes and More hat im Jahr 2006 in LĂŒbeck das erste GeschĂ€ft hierzulande eröffnet. Inzwischen gibt es nach eigenen Angaben 224 Standorte mit 1500 BeschĂ€ftigten. Die Kette ist auch in den Niederlanden, Belgien, Österreich und Schweden vertreten. In Deutschland gehört sie zu den grĂ¶ĂŸten in der Branche. Laut einer Umfrage der dpa verfolgen andere Filialisten wie Apollo Optik, Fielmann und Mister Spex ebenfalls ExpansionsplĂ€ne. Zahlen nannten die Unternehmen auf Nachfrage nicht. 

«Die großen Filialisten errechnen sich gute Chancen, Marktpotenzial abzugreifen. Die Bevölkerung wird immer Ă€lter, das wirkt sich positiv auf den Gesundheitsmarkt aus und schlĂ€gt sich bei den gekauften Produkten nieder», sagte Experte Marco Atzberger vom Handelsforschungsinstitut EHI. Neben Optikern profitierten auch HörakustikgeschĂ€fte und Apotheken. 

Kunden kaufen mehr teure Brillenfassungen

Die Zahl der stationĂ€ren augenoptischen FachgeschĂ€fte in Deutschland ist rĂŒcklĂ€ufig. Das geht aus dem aktuellsten Branchenbericht des Zentralverbandes der Augenoptiker (ZVA) hervor. Ende 2023 waren es noch 11.000. Der Branchenumsatz ist jedoch gestiegen. Experten beobachten eine zunehmende Konzentration des Marktes. 

Die zehn umsatzstĂ€rksten Unternehmen verzeichnen eine steigende Zahl von GeschĂ€ften und einen wachsenden Anteil an den Erlösen. Gut die HĂ€lfte entfĂ€llt auf sie. Apollo-Optik hat mit rund 900 die meisten Filialen, dahinter liegt Fielmann mit mehr als 600. Laut Verband kaufen Kunden hĂ€ufiger Brillenfassungen fĂŒr mehr als 250 Euro. Brillen seien zunehmend modische Accessoires, so Atzberger. Der Trend ginge zur Zwei- oder Drittbrille, die Menschen sich zulegten.

Viele Einzelhandelsketten haben ihre Filialnetze in Deutschland in den vergangenen Jahren reduziert. Nur wenige wachsen. Die Buchhandelskette Thalia hat ihre PrĂ€senz in den InnenstĂ€dten ausgebaut. Zuletzt kĂŒndigten unter anderem der SportartikelhĂ€ndler Decathlon und der Discounter Action an, eine grĂ¶ĂŸere Zahl neuer GeschĂ€fte eröffnen zu wollen.

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