ArbeitskrÀftemangel kostet viele Maschinenbauer Umsatz
22.05.2024 - 10:05:39Der ArbeitskrĂ€ftemangel nagt einer Umfrage zufolge am Umsatz deutscher Maschinenbauer. Knapp die HĂ€lfte von gut 300 befragten Unternehmen berichtete deswegen von UmsatzeinbuĂen, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt mitteilte.
Dabei verzeichneten 27 Prozent nach eigenen Angaben Verluste von bis zu 5 Prozent, weitere 20 Prozent noch höhere EinbuĂen. Jeder dritte Maschinenbauer hat demnach groĂe Probleme mit der Rekrutierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nur 14 Prozent der im April Befragten können alle oder fast alle offenen Jobs fĂŒr FachkrĂ€fte tatsĂ€chlich auch besetzen. Besonders gesucht sind FachkrĂ€fte sowie Akademiker in der Produktion, Forschung und Entwicklung, Konstruktion und IT.
Ăhnlich schwierig ist der Umfrage zufolge die Situation bei Auszubildenden: Jedes dritte befragte Unternehmen gab an, höchstens die HĂ€lfte der angebotenen AusbildungsplĂ€tze besetzen zu können.Â
Ăltere BeschĂ€ftigte lĂ€nger im Unternehmen halten
«Unsere Branche bietet gut bezahlte, attraktive Arbeitswelten, aberÂ
Deutschlands Wohlstandsmaschine braucht einfach mehr ArbeitskrĂ€fte», sagte Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer. Es gelte etwa Ă€ltere BeschĂ€ftigte lĂ€nger im Unternehmen zu behalten, FachkrĂ€fte aus dem Ausland neu zu gewinnen und junge Menschen gezielt fĂŒr technische Berufe und StudiengĂ€nge zu begeistern. Die exportorientierte deutsche Industriebranche mit mehr als 1,2 Millionen BeschĂ€ftigten leidet seit geraumer Zeit unter ArbeitskrĂ€ftemangel.
Die meisten VDMA-Mitgliedsunternehmen (72 Prozent) setzen der Umfrage zufolge auf verstĂ€rkte Schulungs- und Weiterbildungsprogramme fĂŒr ihre BeschĂ€ftigten. Mehrheitlich kleinere Unternehmen möchten BeschĂ€ftigte nach dem Eintritt in die RenteÂ
weiterbeschĂ€ftigen. Insbesondere groĂe Unternehmen loten den Angaben zufolge verstĂ€rkt Möglichkeiten zur Nutzung von Automation, Robotik und KĂŒnstlicher Intelligenz aus. Rund die HĂ€lfte der Befragten erwartet allerdings, dass der technische Fortschritt mittelfristig nicht ausreichen wird, den ArbeitskrĂ€ftemangel in den Griff zu bekommen.


