FuĂball-EM und warmer Sommer kurbeln Grillmarkt nicht an
14.01.2025 - 04:00:38Auch groĂe Sportevents wie die FuĂball-Europameisterschaft und der warme Sommer haben dem Markt fĂŒr GrillgerĂ€te im Jahr 2024 nicht zu einem Aufschwung verhelfen können. Laut einer Studie des Instituts fĂŒr Handelsforschung (IFH) in Köln lagen die UmsĂ€tze mit Grills, Brennstoffen und Zubehör wie Zangen und Rosten in Deutschland nur geringfĂŒgig höher als im Vorjahr.Â
Grillen sei weiterhin beliebt, der Markt jedoch stark gesĂ€ttigt, sagte IFH-Experte Dominik Kudet. «Viele Verbraucherinnen und Verbraucher haben in den vergangenen Jahren ihre GrillgerĂ€te aufgerĂŒstet, was die Nachfrage nach Neuanschaffungen dĂ€mpft.»Â
Die Konsumenten verlagerten ihre Ausgaben wegen der wirtschaftlichen Unsicherheit zunehmend in andere Bereiche. Premiumprodukte fÀnden dadurch weniger Beachtung, so Kudet. Weiterhin gefragt sind Gasgrills. Diese erzielen der Studie zufolge mehr Umsatz als Elektro- und Holzkohlegrills zusammen.
Umfrage: Mehr als 30 Prozent grillen mehrmals im Monat
Die Branche verzeichnete 2024 nominal ein Umsatz-Plus von 0,4 Prozent. Real, also inflationsbereinigt, lag die Entwicklung demnach auf einem Ă€hnlichen Niveau. Die Preise in dem Bereich sind zuletzt nicht mehr wesentlich gestiegen, heiĂt es.
WĂ€hrend der Corona-Pandemie war der Grillmarkt deutlich gewachsen. 2020 war im Vergleich mit dem Vorjahr ein Plus von 16,5 Prozent verzeichnet worden. In den Folgejahren konnte dieses Niveau nicht gehalten werden, die Erlöse gingen etwas zurĂŒck. 2024 lagen die UmsĂ€tze dennoch immerhin 8,5 Prozent höher als 2019, im Jahr vor der Pandemie.
Dies dĂŒrfte auch damit zusammenhĂ€ngen, dass in Deutschland wesentlich hĂ€ufiger der Grill angeschmissen wird. Laut IFH haben im vergangenen Jahr mehr als 30 Prozent der Menschen mehrmals im Monat gegrillt. 2019 hatte der Anteil noch bei gut 10 Prozent gelegen. Die Zahlen stammen aus reprĂ€sentativen Umfragen der Arbeitsgemeinschaft Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA).


