Sheinbaum, Siegerin

Sheinbaum als Siegerin der PrÀsidentenwahl in Mexiko bestÀtigt

07.06.2024 - 05:31:50

Vier Tage nach der PrÀsidentschaftswahl in Mexiko hat das Wahlamt den historischen Sieg der linken Regierungskandidatin Claudia Sheinbaum offiziell bestÀtigt.

Die frĂŒhere BĂŒrgermeisterin von Mexiko-Stadt wurde mit 59,75 Prozent aller gĂŒltigen Stimmen zur ersten Staatschefin des nordamerikanischen Landes gewĂ€hlt, wie die Behörde am Donnerstagabend (Ortszeit) mitteilte. Oppositionskandidatin XĂłchitl GĂĄlvez landete mit 27,45 Prozent der Stimmen abgeschlagen auf Platz zwei. Jorge Álvarez von der kleineren Mitte-Links-Partei Movimiento Ciudadano war ebenfalls chancenlos.

Die PrĂ€sidentschafts-, Parlaments- und Regionalwahlen in Mexiko fanden am Sonntag statt. Zwar steht die endgĂŒltige Sitzverteilung im Nationalkongress noch immer nicht fest, aber die Tendenz ist klar: Auch dort wird Sheinbaums Linkspartei Morena kĂŒnftig ĂŒber eine solide Mehrheit verfĂŒgen. Das RegierungsbĂŒndnis hofft auf eine Zweidrittelmehrheit in beiden Parlamentskammern, um Verfassungsreformen wie die Direktwahl von Richtern im Alleingang durchsetzen zu können. Kritiker bangen um die demokratische Gewaltenteilung in Mexiko - der zwölftgrĂ¶ĂŸten Volkswirtschaft der Welt und zweitgrĂ¶ĂŸten in Lateinamerika. Die mexikanische Börse erlitt nach den Wahlen Verluste, der Peso als LandeswĂ€hrung verlor im Vergleich zum US-Dollar rund fĂŒnf Prozent an Wert.

Sheinbaum und ihr politischer Ziehvater, der scheidende linkspopulistische Staatschef AndrĂ©s Manuel LĂłpez Obrador, gehören derselben Partei an. Vor allem die PopularitĂ€t des PrĂ€sidenten, der nach sechs Jahren im Amt nicht erneut antreten durfte, verhalf der 61 Jahre alten studierten Physikerin zum Wahlsieg. Sie will seine Politik fortfĂŒhren, insbesondere die populĂ€ren Sozialprogramme mit staatlichen Hilfen fĂŒr junge und alte Menschen.

Die Opposition rĂ€umte ihre Niederlage zwar ein, will beim Wahlgericht allerdings eine Klage wegen UnregelmĂ€ĂŸigkeiten im Wahlprozess einreichen. Sie prangert unzulĂ€ssige Einmischung Obradors und den Einsatz staatlicher Ressourcen zugunsten Sheinbaums an.

@ dpa.de