Vishay, Halbleiter

Vishay investiert in Itzehoe rund eine Milliarde Euro

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 16:23 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der US-Hersteller Vishay will in Itzehoe künftig größere Siliziumscheiben fertigen. Das Land Schleswig-Holstein unterstützt den Ausbau mit rund 215 Millionen Euro, zugleich sollen bis zu 250 neue Stellen entstehen.

Vishay-Ausbau in Itzehoe schafft Kapazität

  • Vishay baut am Standort Itzehoe eine weitere Fabrik für 300-Millimeter-Wafer.
  • Schleswig-Holstein unterstützt das Vorhaben mit einem Förderbescheid über rund 215 Millionen Euro.
  • Das Unternehmen erwartet bis zu 250 zusätzliche Arbeitsplätze trotz automatisierter Produktionsabläufe.
  • Der Halbleiterproduzent Vishay hat eine Großinvestition am Standort in Itzehoe angekündigt. - Bild: Marcus Brandt/dpa
  • In Itzehoe sollen trotz automatisierter Produktion bis zu 250 Arbeitsplätze entstehen. - Bild: Marcus Brandt/dpa
  • In einem hochkomplexen Prozess werden 300-Millimeter-Wafer gefertigt, aus denen Mikrochips gefräst werden. - Bild: Marcus Brandt/dpa
  • Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen überreicht den Förderbescheid von rund 215 Millionen an Roy Shoshani (r), Executive Vice President und Chief Operating Officer (COO) der Vishay Intertechnology, Inc. - Bild: Marcus Brandt/dpa
Der Halbleiterproduzent Vishay hat eine Großinvestition am Standort in Itzehoe angekündigt. - Bild: Marcus Brandt/dpa In Itzehoe sollen trotz automatisierter Produktion bis zu 250 Arbeitsplätze entstehen.  - Bild: Marcus Brandt/dpa In einem hochkomplexen Prozess werden 300-Millimeter-Wafer gefertigt, aus denen Mikrochips gefräst werden.  - Bild: Marcus Brandt/dpa Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen überreicht den Förderbescheid von rund 215 Millionen an Roy Shoshani (r), Executive Vice President und Chief Operating Officer (COO) der Vishay Intertechnology, Inc.  - Bild: Marcus Brandt/dpa

Vishay baut Halbleiterfertigung in Itzehoe aus

Der Halbleiterhersteller Vishay investiert einen hohen dreistelligen Millionenbetrag in seine Produktionsstätte im schleswig-holsteinischen Itzehoe. Nach Angaben des wirtschaftspolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion, Andreas Hein, geht es um rund eine Milliarde Euro.

Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) überreichte dafür einen Förderbescheid über rund 215 Millionen Euro; Vishay will in einer weiteren Fabrik künftig 300-Millimeter-Wafer herstellen.

Neue Fabrik soll bis zu 250 Stellen schaffen

Am Standort sollen nach Unternehmensangaben trotz automatisierter Produktionsabläufe bis zu 250 neue Arbeitsplätze entstehen. Die deutsche Tochtergesellschaft des US-Herstellers produziert in Itzehoe bislang herkömmliche 200-Millimeter-Scheiben.

Größere Wafer erhöhen Ausbeute

Wafer sind dünne Halbleiterscheiben aus Silizium, aus denen Chips und andere Halbleiterbauteile gefertigt werden. Auf einer 300-Millimeter-Scheibe lassen sich mehr Chips und Bauteile herstellen als auf einer 200-Millimeter-Scheibe.

Ausbau stärkt Schleswig-Holstein als Produktionsstandort

Mit dem Vorhaben erweitert Vishay die Fertigungskapazität in Itzehoe und setzt auf eine größere Wafer-Technologie. Die genaue Investitionssumme nannte das Unternehmen nicht; der von Hein genannte Betrag liegt bei rund einer Milliarde Euro.

Die angekündigte Investition stärkt den Halbleiterstandort Itzehoe und verschiebt dort die Produktion auf eine größere Wafer-Generation. Der Wechsel von 200 auf 300 Millimeter ist industriell bedeutsam, weil auf den größeren Siliziumscheiben mehr Chips und Bauteile pro Produktionsdurchlauf Platz finden.

Die Förderung von rund 215 Millionen Euro zeigt zugleich, dass der Ausbau politisch als strategisches Industrieprojekt eingeordnet wird. Schleswig-Holstein verbindet damit den Erhalt und die Erweiterung von Wertschöpfung in einer technologieintensiven Branche. Für Vishay kann die neue Fertigungskapazität die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts verbessern und zusätzliche Produktionsmöglichkeiten schaffen.

Bedeutung für den Standort

Bis zu 250 neue Arbeitsplätze sollen trotz automatisierter Abläufe entstehen. Damit beschränkt sich die Wirkung des Projekts nicht auf Bau und Ausrüstung der Fabrik, sondern reicht in den dauerhaften Betrieb hinein. Zugleich dürfte der Ausbau Anforderungen an Fachkräfte, Zulieferer und die regionale Infrastruktur erhöhen.

Die Investition fällt in eine Phase, in der Halbleiter für viele industrielle Anwendungen, die Digitalisierung und die Energieelektronik gebraucht werden. Größere Wafer können die Fertigung effizienter machen, der konkrete Effekt hängt jedoch von Auslastung, Produktmix und Nachfrage ab. Für die Region ist entscheidend, wann die zusätzliche Fabrik in Betrieb geht und wie schnell die angekündigten Stellen besetzt werden.

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