Habeck, US-Wahl

Habeck zur US-Wahl: Trump nicht vorzeitig zum Sieger erklÀren

06.03.2024 - 14:07:47

Vizekanzler Robert Habeck (GrĂŒne) hat dazu aufgerufen, zurĂŒckhaltend mit Prognosen zum Ausgang der US-PrĂ€sidentenwahl umzugehen.

"Man sollte nicht den Fehler machen, Trump zum vorzeitigen Sieger zu erklĂ€ren oder auch dahin zu schreiben", sagte Habeck mit Blick auf den frĂŒheren US-PrĂ€sidenten Donald Trump, der eine erneute Kandidatur anstrebt. Die Amerikaner sagten, der Wahlkampf in den USA habe noch gar nicht richtig angefangen. "Wir wissen das ja auch aus den deutschen WahlkĂ€mpfen, was da alles noch passieren kann", sagte Habeck, der auch Bundeswirtschaftsminister ist, am Mittwoch am Flughafen Berlin Brandenburg vor dem Abflug zu einer mehrtĂ€gigen Reise in die USA.

Völlig klar sei fĂŒr ihn aber, dass Europa seine "eigenen Hausaufgaben" machen mĂŒsse. Europa mĂŒsse in einer völlig verĂ€nderten Weltlage widerstandsfĂ€hig werden, sagte Habeck weiter - sowohl, was die Wirtschaftssicherheit anbelange, als auch, was die militĂ€rischen KapazitĂ€ten angehe. Das gelte unabhĂ€ngig vom Wahlausgang in den USA.

Habeck will auf seiner bis Samstag geplanten Reise in Washington, New York und Chicago Wirtschaftsvertreter und Politiker treffen. Es ist die dritte Reise des GrĂŒnen-Politikers als Wirtschaftsminister in die Vereinigten Staaten. Auf die Frage, ob er auch Vertreter der Trump-Seite treffen werde, sagte er: "Ich konzentriere mich auf die GesprĂ€che mit der amerikanischen Regierung und der deutschen Wirtschaft und den Unternehmen, die ich dort treffe, und halte mich aus dem amerikanischen Wahlkampf raus."

Habeck wird auf seiner Reise von den zwei deutschen Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer begleitet. "Die Amerikaner haben ein großes Mondprogramm aufgelegt, das "Artemis"-Programm. Deutschland ist der stĂ€rkste UnterstĂŒtzer dieses Programms", sagte der GrĂŒnen-Politiker. "Es ist deutsche Technik, die die auch lebensnotwendigen Voraussetzungen fĂŒr die Versorgung der Astronauten bereitstellt." Er werde dafĂŒr werben, dass deutsche Astronauten als europĂ€ischer Partner mit zum Mond fliegen könnten.

@ dpa.de