VW hĂ€lt bei Porsche weitere 4.000 Stellen fĂŒr entbehrlich
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 11:14 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSVolkswagen hĂ€lt bei Porsche nach einem Medienbericht weitere 4.000 Stellen fĂŒr entbehrlich. Die MaĂnahme wĂŒrde zu bereits vereinbarten Einschnitten hinzukommen.
Neue LĂŒcke im Sparpaket
Nach Unterlagen zum Aufsichtsratsbeschluss bei VW von Anfang des Monats sieht die Markengruppe "Sport Luxury", zu der Porsche gehört, eine Reduktion um rund 4,1 Tausend Mitarbeiter vor. Bei den Gemeinkosten fehlt demnach ein Betrag von rund 700 Millionen Euro.
Der VW-Plan soll ausdrĂŒcklich zusĂ€tzlich zu bestehenden Vereinbarungen gelten. VW kann die MaĂnahmen wegen Porsches EigenstĂ€ndigkeit nur empfehlen, nicht anordnen.
Gewinnwarnung erhöht den Druck
Am spĂ€ten Freitagnachmittag hatte der Wolfsburger Autokonzern seine Gewinnprognose fĂŒr das laufende Jahr gekappt. Ein wesentlicher Grund fĂŒr die Pflichtmitteilung war eine Wertberichtigung bei Porsche.
Auch die Familienholding Porsche SE musste ihre Prognose nach unten korrigieren. Die Aktien von Volkswagen, Porsche AG und Porsche SE gerieten daraufhin deutlich unter Druck.
Bereits vereinbarte Stellenstreichungen
Porsche hatte Ende Juli den Abbau von weiteren 5.000 Stellen mit den Arbeitnehmern vereinbart. Das kam zusÀtzlich zu rund 4.000 Stellen aus einem ersten Sparpaket.
Ein Porsche-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab. Der Betriebsrat war nicht erreichbar.
Die Meldung reiht sich in den bereits lĂ€nger sichtbaren Kostendruck bei Volkswagen und Porsche ein. Nach dem jĂŒngsten Gewinnhinweis des Konzerns rĂŒckt nicht mehr nur die kurzfristige Ergebnislage in den Fokus, sondern auch die Frage, ob die bisherigen Sparprogramme die schwĂ€chere Ertragsentwicklung auffangen können.
FĂŒr den Verbund ist das relevant, weil Porsche als hochprofitabler Kernbaustein im Volkswagen-Konzern gilt und Belastungen dort auf die Wahrnehmung der gesamten Gruppe durchschlagen. Wenn in einer Markengruppe zusĂ€tzliche Einschnitte diskutiert werden, deutet das meist darauf hin, dass bei Personal, Gemeinkosten und Projektaufwand noch weitere Hebel gesucht werden.
Belastung fĂŒr den Konzernverbund
Hinzu kommt die besondere Struktur: Volkswagen kann bei Porsche wegen der EigenstĂ€ndigkeit der Marke nicht einfach durchregieren, sondern vor allem Empfehlungen aussprechen. Das macht jede weitere Sparrunde politisch und betrieblich sensibel, weil sie an Vereinbarungen mit Arbeitnehmerseite, Konzernlogik und Markenerwartungen zugleich rĂŒhrt.
Folgen fĂŒr Porsche und Anleger
FĂŒr BeschĂ€ftigte verschĂ€rft sich damit der Druck, dass bereits vereinbarte Stellenreduzierungen womöglich nicht ausreichen. FĂŒr Anleger ist entscheidend, ob die Gewinnwarnung ein einmaliger Effekt bleibt oder auf ein tiefer liegendes Problem verweist, das sich auch auf die Bewertung von Volkswagen, Porsche AG und Porsche SE auswirkt.
