Volkswagen-Umbau, Stellen

Volkswagen-Umbau: Bis zu 100.000 Stellen fallen weg, vier Werke zu

29.06.2026 - 22:20:12 | boerse-global.de

Volkswagen-Chef Oliver Blume kündigt massiven Stellenabbau und mögliche Werksschließungen in Deutschland an. Die Aktie fällt auf ein 16-Jahres-Tief.

Volkswagen-Krise: Blume plant Abbau von 100.000 Jobs
Volkswagen-Umbau - Ein verlassenes Volkswagen-Fabrikgelände mit staubigen Maschinen, das wirtschaftliche Unsicherheit und Stellenabbau symbolisiert. 29.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Bis zu 100.000 Arbeitsplätze könnten wegfallen, vier deutsche Werke stehen vor der Schließung.

Der Schritt ist eine Reaktion auf den wachsenden Druck aus Asien. Günstigere Hersteller, steigende Produktionskosten und neue Zölle setzen den Konzern unter Zugzwang.

Ausgliederung als strategischer Hebel

Ein Kernstück der Pläne: Die Pkw-Sparte und das Komponentengeschäft könnten ausgegliedert werden. Ziel ist es, das VW-Gesetz zu umgehen. Dieses sichert dem Land Niedersachsen bislang eine Sperrminorität und damit großen Einfluss auf Konzernentscheidungen.

Dagegen formiert sich Widerstand. Die IG Metall spricht von einem Angriff auf die Mitbestimmungsrechte. Auch die Landesregierung stellt sich gegen einen Machtverlust.

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Aktie auf Talfahrt

Die Börse reagiert nervös. Der Volkswagen-Aktienkurs bewegt sich nahe einem 16-Jahres-Tief. Der gesamte Konzern ist aktuell 37,6 Milliarden Euro wert.

Doch die Rechnung hat einen Haken: Allein die Beteiligungen an Traton und Porsche bringen es auf rund 44 Milliarden Euro. Der Kernkonzern steht damit rechnerisch negativ da.

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Analysten senken ihre Kursziele. Die Risiken im Umbruch seien unterschätzt worden. Die UBS rechnet mit einer Herabstufung des Geschäftsausblicks für 2026. Ihr Ausblick: Am Ende wird ein Kompromiss zwischen Konzern, Land und Gewerkschaften stehen.

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