Inflationsrate sinkt nur langsam - 6,1 Prozent im August
08.09.2023 - 08:28:32 | dpa.de
Die Teuerung in Deutschland hĂ€lt sich trotz eines erneuten RĂŒckgangs hartnĂ€ckig ĂŒber der Marke von sechs Prozent. Im August lagen die Verbraucherpreise um 6,1 Prozent ĂŒber dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Die Wiesbadener Behörde bestĂ€tigte nun ihre Ende August veröffentlichte SchĂ€tzung zur Inflation.
Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg auf 6,4 Prozent im Juni des laufenden Jahres war die jÀhrliche Teuerungsrate im Juli auf 6,2 Prozent gesunken. Im Mai 2023 hatte die Rate allerdings schon einmal bei 6,1 Prozent gelegen. Von Juli auf August des laufenden Jahres erhöhten sich die Verbraucherpreise insgesamt um 0,3 Prozent - auch hierbei bestÀtigte das Bundesamt seine SchÀtzung.
«Die Inflationsrate bleibt damit weiterhin auf einem hohen Niveau», ordnete die PrÀsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand, ein. «Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln und Energie liegen oberhalb der Gesamtteuerung und halten die Inflationsrate hoch.»
GröĂter Preistreiber waren zuletzt Nahrungsmittel, die im August 9,0 Prozent teurer waren als ein Jahr zuvor. FĂŒr Energie mussten die Menschen 8,3 Prozent mehr zahlen.
Volkswirte rechnen mit sinkenden Teuerungsraten
Die hartnĂ€ckig hohe Inflation macht Verbraucherinnen und Verbrauchern zu schaffen, die Menschen können sich fĂŒr ihr Geld weniger leisten. Immerhin: Von ihrem höchsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung mit 8,8 Prozent im Herbst 2022 ist die Inflationsrate inzwischen ein gutes StĂŒck entfernt.
Viele Volkswirte rechnen mit weiter sinkenden Teuerungsraten in den kommenden Monaten, weil dann der Effekt des 9-Euro-Tickets und des Tankrabatts aus dem Vorjahresvergleich herausfÀllt. Im Sommer 2022 hatten das auf drei Monate befristete 9-Euro-Ticket und der Tankrabatt den Anstieg der Verbraucherpreise zeitweise gebremst.
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