Frankreich, Italien

Gucci bereitet Mutterkonzern Kering Sorgen

10.02.2026 - 09:21:17

Vor allem in China verlieren die Produkte der Luxusmarke an PopularitÀt. Kering-Chef de Meo will eine Trendwende einleiten.

Die kriselnde Modemarke Gucci bereitet dem LuxusgĂŒterkonzern Kering Sorgen. Zwar fiel der Umsatz der Edelmarke auf vergleichbarer Basis zum Jahresende weniger als noch im dritten Quartal, doch lag das Minus im Schlussquartal im Jahresvergleich immer noch bei zehn Prozent gelegen, wie der Konzern mitteilte.

Der erst seit wenigen Monaten amtierende Kering-Chef Luca de Meo will nun eine Trendwende vorantreiben. «Die Entwicklung 2025 spiegelt nicht das wahre Potenzial des Unternehmens wider», sagte der ehemalige Renault-Chef laut Mitteilung. 

In der zweiten JahreshĂ€lfte seien bereits Maßnahmen eingeleitet worden, um die Finanzkraft zu stĂ€rken und Kosten zu senken. Auf einem Kapitalmarkttag Mitte April will de Meo dann einen Fahrplan vorstellen, «um die AttraktivitĂ€t unserer Luxusmarken zu steigern und das Wachstum wieder anzukurbeln».

Sinkender Absatz in China

Der französische Konzern mit weiteren Marken wie Yves Saint Laurent und Balenciaga hinkte in den vergangenen Jahren den Konkurrenten hinterher. Er litt unter einem RĂŒckgang der PopularitĂ€t der Produkte von Gucci inmitten einer allgemeinen AbschwĂ€chung des Luxuskonsums, vor allem in China.

Allein 2025 fiel der Umsatz mit Gucci-Produkten um mehr als ein FĂŒnftel auf knapp 6 Milliarden Euro; der Konzernumsatz sank um 13 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn knickte um ein Drittel auf gut 1,6 Milliarden Euro ein. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn schmolz auf 72 Millionen Euro, nachdem im Jahr zuvor noch gut 1,1 Milliarden Euro Überschuss erwirtschaftet wurden.

Die triste GeschÀftsentwicklung spiegelt sich auch schon lÀnger im Aktienkurs von Kering wider. Seit dem Rekordhoch von fast 800 Euro Mitte 2021 ist der Kurs um rund zwei Drittel gefallen.

@ dpa.de