Baerbock, Westbalkan-Staaten

Baerbock berĂ€t mit Westbalkan-Staaten ĂŒber EU-AnnĂ€herung

01.10.2024 - 05:50:04

Vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen zwischen Serbien und Kosovo berĂ€t Außenministerin Annalena Baerbock (GrĂŒne) an diesem Dienstag mit den Außenministern der sechs Westbalkan-Staaten ĂŒber Perspektiven der weiteren AnnĂ€herung an die EU.

Im Mittelpunkt der GesprĂ€che im AuswĂ€rtigen Amt in Berlin dĂŒrfte die Freischaltung des regionalen Freihandelsabkommens Cefta (Central European Free Trade Agreement) stehen, das den Abbau von Handelshemmnissen zum Ziel hat.

Bislang war die Umsetzung des Abkommens blockiert, wegen eines Streits um Statusfragen zwischen Kosovo und Serbien. Unklar war bis zuletzt, ob Kosovo einer Cefta-Einigung zustimmen wird und ob es bei einer weiteren Blockade notfalls zu einer Regelung ohne Kosovo kommen könnte. Zu den Cefta-Staaten gehören Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien.

Das Treffen im Format des Berliner Prozesses gilt als Vorbereitung auf einen entsprechenden Gipfel der Staats- und Regierungschefs am 14. Oktober in Berlin. Der von der damaligen Kanzlerin Angela Merkel 2014 initiierte Berlin-Prozess soll die sechs LĂ€nder an Standards, Normen und Praktiken der EU heranfĂŒhren. Zu den Westbalkanstaaten zĂ€hlen Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro und Serbien. Mit Serbien, Nordmazedonien, Montenegro und Albanien verhandelt die EU bereits ĂŒber einen Beitritt. Bosnien-Herzegowina gilt als Beitrittskandidat, Kosovo als potenzieller Beitrittskandidat.

@ dpa.de