Handelsshowdown, Trump

Vor dem Handelsshowdown: Trump spielt Golf

27.07.2025 - 14:32:03

Vor dem Showdown im Zollstreit mit der EuropÀischen Union hat US-PrÀsident Donald Trump am Mittag noch einmal Golf gespielt.

Fotos zeigen den 79-JÀhrigen auf seiner Luxusanlage in Ayrshire, abgeschirmt von etlichen SicherheitskrÀften. Am Nachmittag (17.30 Uhr MESZ) trifft sich Trump zum SpitzengesprÀch mit EU-KommissionsprÀsidentin Ursula von der Leyen. Mit Spannung wird erwartet, ob es zu einer Einigung kommt.

Trump rief Reportern am Golfplatz auf die Frage nach den Chancen auf einen Deal zu: "50:50". Ähnlich hatte er sich bereits kurz nach der Ankunft in Schottland geĂ€ußert. Sollte ein Deal gelingen, wĂ€re es Trump zufolge "der grĂ¶ĂŸte von allen". Von der Leyen war am Samstagabend in Schottland angekommen, sie hatte zuletzt von einem "guten Telefonat" mit dem US-PrĂ€sidenten berichtet.

Trump hatte der EU Zölle in Höhe von 30 Prozent auf europĂ€ische Importe ab dem 1. August angedroht. Er ließ allerdings die Option offen, von diesem Zollsatz abzuweichen, sollte die EuropĂ€ische Union ihren Markt stĂ€rker fĂŒr die USA öffnen.

EP-Ausschusschef: Vereinbaren ja, unterwerfen nein

Die EU und die USA hatten zuletzt intensiv verhandelt. Nun mĂŒsse auf Chefebene Bilanz gezogen und geprĂŒft werden, "inwieweit ein ausgewogenes Ergebnis erzielt werden kann, das fĂŒr Unternehmen und Verbraucher auf beiden Seiten des Atlantiks StabilitĂ€t und Vorhersehbarkeit bietet", hieß es von der Kommission vorab.

Auch der deutsche Vorsitzende des Handelsausschusses des EuropĂ€ischen Parlaments (EP), Bernd Lange, hĂ€lt ein direktes GesprĂ€ch mit Trump fĂŒr unerlĂ€sslich. Das zentrale Ziel mĂŒsse sein, die angedrohten Zölle von 30 Prozent deutlich zu reduzieren, teilte Lange mit. Falls keine Rahmenvereinbarung zustande kommt, seien Gegenzölle und andere Maßnahmen "scharf gestellt".

Die EuropĂ€ische Union werde sich "nicht erpressen lassen" und sich "nicht wie im Fall von Japan unterwĂŒrfig allen wirtschaftlichen Forderungen der USA beugen", sagte der SPD-Europapolitiker weiter. "Verhandeln und vereinbaren ja, aber unterwerfen werden wir uns nicht."

@ dpa.de