WAHL, Union

WAHL 2025 / Insa-Umfrage: Union, AfD und SPD verlieren leicht

09.02.2025 - 11:53:47

Vor der Bundestagswahl in zwei Wochen verlieren die drei aktuell stÀrksten politischen KrÀfte in einer Insa-Umfrage leicht an Boden.

Union, AfD und SPD bĂŒĂŸten in der Erhebung fĂŒr die "Bild am Sonntag" jeweils einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche ein. CDU und CSU liegen weiterhin klar vorn mit 29 Prozent, gefolgt von der AfD mit 21 Prozent und der SPD mit 16 Prozent.

Zulegen kann die Linke, die einen Punkt hinzugewinnt und auf fĂŒnf Prozent kommt - damit kann sie hoffen, wieder in den Bundestag einzuziehen. Die GrĂŒnen liegen unverĂ€ndert mit 12 Prozent auf dem vierten Platz. Auch das BĂŒndnis Sahra Wagenknecht stagniert bei sechs Prozent, und die FDP bleibt bei vier Prozent - und somit unter der FĂŒnf-Prozent-HĂŒrde. Um zwei Punkte nach oben geht es fĂŒr die sonstigen Parteien, die zusammen nun auf sieben Prozent kommen. Die Daten wurden von Montag bis einschließlich Freitag dieser Woche erhoben.

Nach den von der Union initiierten Abstimmungen zu zwei AntrĂ€gen und einem Gesetzentwurf zur Zuwanderungsbegrenzung im Bundestag stehen die Umfragen derzeit besonders im Fokus. Dass Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) eine Mehrheit mit Stimmen der AfD in Kauf genommen hatte, war von SPD, GrĂŒnen und Linke scharf kritisiert worden, es gab auch große Demonstrationen. Eine grundsĂ€tzliche Verschiebung in den Umfragen hat die Debatte aber bislang nicht zur Folge gehabt.

Umfragen ĂŒberwiegend recht stabil

In zwei anderen Umfragen konnte die Union zuletzt um jeweils einen Punkt zulegen: Im ZDF-Politbarometer kletterte sie auf 30 Prozent, die AfD verlor einen Punkt und kam auf 20 Prozent. Die SPD stagnierte bei 15 Prozent - in dieser Erhebung gleichauf mit den GrĂŒnen. Auch der ARD-Deutschlandtrend sah CDU und CSU zuletzt mit 31 Prozent und einem Plus von einem Prozentpunkt klar vorn. Hier legte auch die AfD leicht auf 21 Prozent zu, die SPD rangierte unverĂ€ndert bei 15 Prozent.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov konnte die SPD zwar um drei Punkte auf 18 Prozent zulegen, die Union blieb aber mit unverĂ€nderten 29 Prozent stabil stĂ€rkste Kraft. ZweitstĂ€rkste Kraft war auch dort die AfD mit 22 Prozent. In einer am Dienstag veröffentlichten Forsa-Erhebung fĂŒr RTL/ntv verlor die Union zwei Punkte auf 28 Prozent, AfD (20 Prozent) und SPD (16 Prozent) blieben stabil.

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. GrundsÀtzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

@ dpa.de