Wadephul bei G20-Treffen auf Suche nach neuen Partnern
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 14:37 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Denen, die in einer Zeit der ZerrĂŒttung nach fairer Zusammenarbeit suchen, bieten wir unser Netz globaler Partnerschaften", erklĂ€rte der CDU-Politiker vor einem Treffen mit Kollegen der G20-Runde der fĂŒhrenden und aufstrebenden WirtschaftsmĂ€chte an diesem Freitag und Samstag in den USA. Am Donnerstag besucht Wadephul zunĂ€chst das mittelamerikanische Land Panama.
Er fahre nach Atlanta im US-Bundesstaat Georgia, "um fĂŒr das Prinzip Freiheit in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen zu werben", kĂŒndigte Wadephul an. Die G20 seien dafĂŒr prĂ€destiniert: Mit LĂ€ndern wie Indien, Indonesien, Saudi-Arabien, der TĂŒrkei, Brasilien oder Mexiko teile Deutschland strategische Interessen. "Mit ihnen wollen wir unsere Wirtschaftsbeziehungen vertiefen und uns im gemeinsamen Interesse fĂŒr belastbare internationale Regeln einsetzen."
Auch wenn man im G20-Kreis teils aus sehr unterschiedlichen Perspektiven auf die Welt schaue, sei fĂŒr die ĂŒberwĂ€ltigende Mehrheit der Mitglieder klar: "Russland und der Iran mĂŒssen endlich aufhören, Handelswege in Geiselhaft zu nehmen und damit Wirtschaftskrisen und Hunger zu provozieren." Es stĂŒnden viele Voraussetzungen fĂŒr Wachstum auf dem Spiel. Die AuĂenminister wollen in Atlanta auch den G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs im Dezember in Miami vorbereiten.
Wadephul dankt Panama fĂŒr "auf Ausgleich bedachte Rolle"
Der BundesauĂenminister dankte Panama dafĂŒr, dass es den Panamakanal als "Lebensader des globalen Handels" zwischen Atlantik und Pazifik "so verantwortungsvoll unterhĂ€lt und zukunftssicher macht, aber auch grundsĂ€tzlich eine auf Ausgleich bedachte Rolle in seiner Region spielt". Wegen der EinschrĂ€nkungen auf anderen Seewegen sei der Kanal wichtiger denn je und auch fĂŒr die deutsche Wirtschaft von strategischer Bedeutung. In den vergangenen zwölf Monaten habe eine Rekordmenge von 521 Millionen Tonnen an GĂŒtern den Kanal durchquert.
In der Hauptstadt Panama-Stadt will Wadephul am Donnerstag mit seinem Kollegen Javier MartĂnez-Acha VĂĄsquez und mit PrĂ€sident JosĂ© RaĂșl Mulino GesprĂ€che fĂŒhren und auch die Schleusenanlagen des etwa 82 Kilometer langen Kanals besichtigen. Der Panamakanal wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom Ingenieurkorps des US-Heeres gebaut. Am 31. Dezember 1999 ĂŒbergaben die USA die Verwaltung an Panama.
Nach Spannungen zu Beginn der zweiten Amtszeit Trumps hatten Panama und die USA ein Memorandum zur Kooperation in Sicherheitsfragen unterzeichnet. Zuvor hatte Trump gedroht, die WasserstraĂe fĂŒr die USA zurĂŒckzuholen.
