Austausch von 33 Gaza-Geiseln gegen 1.904 PalÀstinenser
18.01.2025 - 13:00:55Das teilte die Regierung in Jerusalem mit. Im Gegenzug muss die Hamas wÀhrend der sechswöchigen Waffenruhe, die am Sonntagmorgen beginnen soll, 33 von insgesamt 98 israelischen Geiseln freilassen.
Bei den PalĂ€stinensern handele es sich um 1.167 festgenommene Bewohner des Gazastreifens, die nicht an dem Massaker der Hamas und anderer Extremisten aus dem KĂŒstenstreifen vom 7. Oktober 2023 in Israel mit 1.200 Toten und mehr als 250 Verschleppten beteiligt waren, teilte die Regierung weiter mit. Dabei dĂŒrfte es sich vor allem um Hamas-KĂ€mpfer handeln, die wĂ€hrend der vergangenen mehr als 15-monatigen KĂ€mpfe gefangen genommen wurden.
Die anderen 737 freizulassenden PalĂ€stinenser sind HĂ€ftlinge, die wegen leichterer Delikte wie SteinwĂŒrfe im Westjordanland oder illegalem GrenzĂŒbertritt sowie auch illegalen Waffenbesitzes oder anderer GesetzesverstöĂe inhaftiert oder verurteilt wurden. Darunter sind aber auch HĂ€ftlinge, die wegen schwerer Straftaten wie etwa Mord einsitzen.
Die Zeitung "Jerusalem Post" berichtete, dazu gehöre etwa Sacharia Subaidi. Er war wÀhrend des zweiten PalÀstinenseraufstands Intifada ab 2000 Befehlshaber des militÀrischen Arms der Fatah-Bewegung, der Al-Aksa-Brigaden, in Dschenin im nördlichen Westjordanland. Dabei wurden von 2000 bis 2005 rund 3500 PalÀstinenser getötet, mehr als 1000 Israelis starben bei AnschlÀgen von PalÀstinensern.
Auf der Liste der freizulassenden HĂ€ftlinge stand auch Mahmud Atallah, der eine lebenslange Haftstrafe plus 15 Jahre fĂŒr die Ermordung einer PalĂ€stinenserin verbĂŒĂt, die der Kollaboration mit Israel beschuldigt wurde. Weitere Namen umfassen Wael Kassem und Wisam Abbasi, die an BombenanschlĂ€gen in Israel mit Dutzenden Toten beteiligt gewesen sein sollen. Das israelische Justizministerium veröffentlichte eine Liste mit insgesamt 22 HĂ€ftlingen, denen schwere Angriffe auf Israelis vorgeworfen werden.
Nicht freigelassen werden soll hingegen der prominenteste palĂ€stinensische HĂ€ftling in Israel, Marwan Barghuti aus der FĂŒhrungsebene der Fatah-Bewegung. Er war 2004 wegen fĂŒnffachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

