Wahlstreit in Kalifornien: Trump scheitert vor Supreme Court
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 06:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWSNoch wÀhrend des laufenden Berufungsverfahrens wollte die Regierung vor dem Supreme Court mit einem Eilantrag erwirken, dass Kalifornien Wahlzettel von rund 20.000 angeblichen AuslÀndern gesondert aufbewahrt, bis deren IdentitÀt geklÀrt ist. Das lehnte das Gericht in Washington nun ab.
Die Regierung wirft Kalifornien vor, Stimmzettel an Menschen ausgegeben zu haben, die im Verdacht stehen, keine US-BĂŒrger zu sein und daher nicht stimmberechtigt zu sein. Bei Gerichten niedrigerer Instanzen war die Regierung gescheitert und zog daraufhin einen Tag vor den Wahlen zum US-Kongress, den sogenannten Midterms, vor das Oberste Gericht. Dessen Entscheidung lag bereits wenige Stunden spĂ€ter vor.
An diesem Dienstag wird in den USA unter anderem ĂŒber alle Sitze des ReprĂ€sentantenhauses sowie ĂŒber rund ein Drittel der Sitze des Senats abgestimmt. In Kalifornien an der WestkĂŒste schneiden bei Wahlen traditionell die Demokraten sehr stark ab.
Regierung schĂŒrt Zweifel an IntegritĂ€t von Wahlen
Die Trump-Regierung schĂŒrt immer wieder Zweifel daran, dass US-Wahlen rechtmĂ€Ăig ablaufen. Trump behauptet auch weiterhin fĂ€lschlicherweise, er habe die PrĂ€sidentschaftswahl 2020 gegen den Demokraten Joe Biden gewonnen. Das ist mehrfach widerlegt.
Trump sagte jĂŒngst, die Wahlen in Kalifornien seien korrupt, ohne dafĂŒr Belege vorzulegen. Seiner Meinung nach soll es dort Millionen ungĂŒltige Stimmen geben - aber auch dafĂŒr legt Trump keine Beweise vor.
Der PrĂ€sident liefert sich schon lange eine Fehde mit Kaliforniens demokratischem Gouverneur Gavin Newsom, der als möglicher PrĂ€sidentschaftskandidat der Demokraten fĂŒr die Wahl 2028 gehandelt wird.
