ROUNDUP, US-PrÀsident

US-PrÀsident Trump droht Iran wegen Huthi-Miliz

17.03.2025 - 20:04:31

WASHINGTON/TEHERAN - US-PrĂ€sident Donald Trump droht dem Iran wegen der mit ihm verbĂŒndeten Huthi-Miliz mit deutlichen Worten.

(Neu: Reaktion UN-GeneralsekretÀr)

WASHINGTON/TEHERAN (dpa-AFX) - US-PrĂ€sident Donald Trump droht dem Iran wegen der mit ihm verbĂŒndeten Huthi-Miliz mit deutlichen Worten. Jeder Schuss, der von den Huthis abgefeuert werde, werde von nun an als ein Schuss angesehen, der von den Waffen und der FĂŒhrung des Iran abgefeuert worden sei, schrieb Trump auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social. "Der Iran wird dafĂŒr verantwortlich gemacht werden und die Konsequenzen tragen, und diese Konsequenzen werden schrecklich sein!" Der Iran spiele "das unschuldige Opfer" außer Kontrolle geratener Terroristen. Stattdessen diktiere Teheran aber jeden Schritt der Huthi.

Zuvor hatten das iranische Außenministerium sowie die Revolutionsgarden (IRGC) auf erste Warnungen der USA mit heftigen Gegenmaßnahmen gedroht. "Der Iran wird jegliche Aggression der USA konsequent erwidern", sagte IRGC-Kommandeur Hussein Eslami. In Ă€hnlicher Weise Ă€ußerte sich auch der Sprecher des Außenministeriums, Ismail Baghaei. Nach Darstellung beider hat der Iran keinen Einfluss auf die Huthi-Miliz. Diese handelt demnach unabhĂ€ngig. Eslami und Baghaei wiesen jegliche Einmischung der USA in die iranische Nahostpolitik entschieden zurĂŒck.

Das US-MilitĂ€r greift auf Befehl von Trump seit Samstag erneut Ziele der Miliz an, die die Hauptstadt Sanaa und andere Regionen im Jemen beherrscht. Nach Huthi-Angaben wurden dabei mindestens 53 Menschen getötet. Zudem flohen fĂŒhrende Huthi-Mitglieder aus Sanaa. Sie wurden angewiesen, öffentliche PlĂ€tze zu meiden.

Die USA wollen die Angriffe nach Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth erst einstellen, wenn die Miliz ihrerseits die Attacken auf die Schifffahrt beendet. Die Huthi hatten vor wenigen Tagen angekĂŒndigt, diese Angriffe auf Schiffe im Roten Meer wieder aufzunehmen. Sie wollen damit nach eigenen Angaben ein Ende der Blockade des Gazastreifens durch Israel erreichen.

UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres forderte nach Angaben eines Sprechers die uneingeschrĂ€nkte Freiheit der Schifffahrt im Roten Meer. Die Vereinten Nationen riefen zu Ă€ußerster ZurĂŒckhaltung und zur Einstellung aller militĂ€rischen AktivitĂ€ten auf. Jede weitere Eskalation könnte die regionalen Spannungen verschĂ€rfen, Vergeltungsmaßnahmen auslösen, die den Jemen und die Region weiter destabilisierten und die ohnehin schwierige humanitĂ€re Lage im Land ernsthaft gefĂ€hrdeten.

@ dpa.de