WDH, US-Regierung

WDH: US-Regierung fĂŒhrt direkte GesprĂ€che mit Hamas

06.03.2025 - 05:33:29

(In der Meldung vom 5. MĂ€rz wurde im zweiten Satz des ersten Absatzes der Name Steve Witkoff entfernt.

Leavitt nannte keinen direkten Namen. Zwar ist Witkoff der US-Sondergesandte fĂŒr den Nahen Osten. Medienberichten zufolge handelt es sich in dem Fall aber nicht um Witkoff, sondern um den US-Sondergesandten fĂŒr Geiselfragen, Adam Boehler.)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Regierung hat deutlich gemacht, dass sie direkte GesprĂ€che mit der islamistischen Hamas fĂŒhrt. Der damit beauftragte Sondergesandte sei befugt, mit jedem zu sprechen, erklĂ€rte Sprecherin Karoline Leavitt in Washington auf die Frage, warum die USA entgegen ihrer langjĂ€hrigen Linie zum ersten Mal direkt mit der Gruppe verhandelten. Laut US-Medienberichten handelt es sich bei dem Sonderbeauftragten um Adam Boehler.

Israel sei in dieser Angelegenheit konsultiert worden, so Leavitt. Zu den Inhalten der GesprĂ€che wollte sie sich nicht Ă€ußern. US-PrĂ€sident Donald Trump glaube grundsĂ€tzlich an den Dialog "mit Menschen auf der ganzen Welt" im Interesse der Amerikaner, betonte sie.

Zuvor hatten Kreise der Hamas der Deutschen Presse-Agentur bestĂ€tigt, dass direkte GesprĂ€che mit der US-Regierung ĂŒber amerikanische Geiseln sowie eine mögliche umfassendere Vereinbarung zur Beendigung des Gaza-Kriegs stattfĂ€nden. Noch sei keine Einigung erzielt worden, hieß es weiter. Die US-Regierung hielt zuvor offiziell keine direkten Kontakte zur Hamas, die von den USA als Terrororganisation eingestuft wird.

Zuerst hatte das US-Nachrichtenportal "Axios" berichtet. Demnach sprach der US-Sondergesandte fĂŒr Geiselfragen, Adam Boehler, in den vergangenen Wochen in Katars Hauptstadt Doha mit Mitgliedern der Hamas.

@ dpa.de