WDR-Tarifvertrag: GehÀlter steigen bis zu 5,73 Prozent bis 2028
Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 22:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach zĂ€hen Verhandlungen steht der Tarifabschluss beim Westdeutschen Rundfunk. Die Einigung bringt den BeschĂ€ftigten deutliche Gehaltssteigerungen â allerdings ĂŒber eine ungewöhnlich lange Laufzeit.
Drei Stufen bis 2028
Rund zehn Stunden dauerte die finale Verhandlungsrunde am 31. Juli. Am Ende stand der Kompromiss: Die Entgelte steigen in drei Phasen. RĂŒckwirkend zum 1. Februar 2026 gibt es 1,23 Prozent mehr, im Februar 2027 folgen 2,0 Prozent. Die dritte Stufe ab Februar 2028 bringt bis zu 2,5 Prozent â doch nicht alles davon ist sicher.
Garantiert sind von der letzten Erhöhung nur 1,0 Prozent. Weitere 0,5 Prozent hĂ€ngen an einer ARD-weiten Einigung zur Personalgestellung, die restlichen 0,5 Prozent am Ausgang der Rundfunkbeitrags-Debatte. Sicher vereinbart sind damit insgesamt 4,73 Prozent, bei gĂŒnstigem Verlauf sind bis zu 5,73 Prozent drin.
Mehr Geld fĂŒr Freie und Azubis
Auch freie Mitarbeiter profitieren: Ihre Honorare steigen analog zu den Gehaltsstufen der Festangestellten. ArbeitnehmerÀhnliche Freie erhalten zusÀtzlich eine Einmalzahlung von 600 Euro.
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FĂŒr Auszubildende gibt es ebenfalls Verbesserungen. Die Ăbernahmegarantie verlĂ€ngert sich um ein Jahr und gilt nun fĂŒr AbschlĂŒsse bis Ende 2029. Dazu kommt ein zusĂ€tzlicher Urlaubstag pro Jahr. Der Manteltarifvertrag wurde wieder in Kraft gesetzt und sichert die Rahmenbedingungen langfristig ab.
âAn der Grenze der Belastbarkeitâ
WDR-Verwaltungsdirektorin Stefanie Drinhausen sieht den Sender am Limit. Mit diesem Angebot gehe man an die Grenzen der finanziellen Belastbarkeit, betonte sie nach dem Abschluss. Die Einigung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den Verwaltungsrat und weiterer Gremien.
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Die Gewerkschaften zeigen sich nur bedingt zufrieden. DJV-VerhandlungsfĂŒhrer Volkmar Kah sprach von einem Kompromiss, mit dem man nicht absolut glĂŒcklich sei. Kritik gilt vor allem der langen Laufzeit von 35 Monaten und dem separaten Abschluss der Gewerkschaft VRFF.
Christof BĂŒttner von ver.di erinnert an sieben harte Verhandlungsrunden. Die Verbesserungen fĂŒr die BeschĂ€ftigten seien spĂŒrbar, doch auch er nennt die Laufzeit einen schwierigen Punkt. FĂŒr die Mitglieder der beteiligten Gewerkschaften gilt jeweils die vorteilhaftere Regelung aus dem neuen Abschluss.
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