SPD-GeneralsekretÀr, GesundheitsbeitrÀge

SPD-GeneralsekretĂ€r: GesundheitsbeitrĂ€ge fĂŒr Gutverdiener anheben

22.06.2025 - 08:25:54

Wegen der angespannten Finanzlage der Krankenkassen hĂ€lt SPD-GeneralsekretĂ€r Tim KlĂŒssendorf höhere KrankenkassenbeitrĂ€ge fĂŒr Gutverdiener fĂŒr richtig.

"Wir haben in der Krankenversicherung immer wieder die Diskussion ĂŒber Beitragsbemessungsgrenzen, wo noch deutlich mehr drin ist", sagte KlĂŒssendorf der "Bild am Sonntag". Das sehe er auch bei seinem eigenen Gehalt. "Da zahle ich den Maximalbeitrag und wĂ€re in der Lage, auch mehr zu zahlen."

Aktuell liegt die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung bei 5.512,50 Euro monatlich, die der Rentenversicherung bei 8.050 Euro. Die Beitragsbemessungsgrenze bezeichnet den maximalen Bruttolohn, bis zu dem SozialversicherungsbeitrĂ€ge abgefĂŒhrt werden. Einkommen oberhalb dieser Grenze bleibt beitragsfrei.

Eine konkrete Zahl nannte KlĂŒssendorf fĂŒr eine etwaige Erhöhung nicht. "Ich will mich jetzt nicht auf eine Zahl festnageln, aber ich finde, dass man sich auf jeden Fall in die Richtung orientieren kann - ohne dass ein großes Ungerechtigkeitsproblem entstehen wĂŒrde", sagte er. LeistungskĂŒrzungen zur Kostendeckelung lehnt er dagegen strikt ab.

KlĂŒssendorf erhĂ€lt als Bundestagsabgeordneter aktuell BezĂŒge in Höhe von 11.227,20 Euro monatlich. Zum 1. Juli steigen die DiĂ€ten um 5,4 Prozent auf rund 11.834 Euro.

Union gegen die Erhöhung

Auch der SPD-Gesundheitsexperte Christos Pantazis hatte eine höhere Beitragsbemessungsgrenze vorgeschlagen. Konkret hatte er fĂŒr eine Erhöhung um rund 2.500 Euro auf das Niveau der Bemessungsgrenze bei der Rentenversicherung plĂ€diert.

Die Union lehnt ein Anheben der Grenze jedoch ab. Auch im schwarz-roten Koalitionsvertrag heißt es: Die BeitragssĂ€tze steigen. Ziel ist es, die Finanzsituation zu stabilisieren und eine weitere Belastung fĂŒr die Beitragszahlerinnen und -zahler zu vermeiden

Anfang des Jahres hatten viele gesetzlichen Krankenkassen ihre krÀftig erhöht. Weitere Kassen wollen Anfang Juli die ZusatzbeitrÀge erhöhen.

@ dpa.de