Weniger Sonderangebote bei SupermÀrkten und Discountern
03.04.2026 - 03:00:04 | dpa.de
Bei SupermĂ€rkten und Discountern hat es Experten zufolge zuletzt weniger Sonderangebote gegeben. Das zeigt eine Auswertung des Vergleichsportals Marktguru und von Forschern der Dualen Hochschule Baden-WĂŒrttemberg Heilbronn. Zwischen Januar und MĂ€rz 2026 lag die Zahl der Angebote demnach 4 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Verglichen mit dem ersten Quartal 2024 sank sie sogar um 16 Prozent. Untersucht wurden digitale und analoge Handzettel, unberĂŒcksichtigt blieben Sonderangebote in Apps.Â
Die Experten fĂŒhren den RĂŒckgang darauf zurĂŒck, dass HĂ€ndler zunehmend auf ProfitabilitĂ€t statt Mengenwachstum setzen, unter anderem wegen gestiegener Kosten entlang der Wertschöpfungskette. Gleichzeitig wollten sie die hohe AbhĂ€ngigkeit von Sonderangeboten verringern. SupermĂ€rkte seien besonders betroffen, weil sie Aktionen einsetzten, um sich von Discountern abzuheben. Ein weiterer Grund fĂŒr die Entwicklung sei, dass Rabatte sich stetig in Apps verlagerten.
Umfrage: Fast jeder Zweite achtet viel mehr auf Sonderangebote
Verbraucher mĂŒssen fĂŒr Lebensmittel deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch vor ein paar Jahren. Laut einer reprĂ€sentativen YouGov-Umfrage achten 47 Prozent deshalb «viel mehr» auf Preise und Sonderangebote, 33 Prozent «etwas mehr». Lediglich 18 Prozent gaben an, dass sich ihr Verhalten nicht verĂ€ndert habe.
Auch fĂŒr die HĂ€ndler haben Sonderangebote in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Der Anteil des Umsatzes, den die Unternehmen mit Promotions erzielten, stieg bei Produkten des tĂ€glichen Bedarfs zwischen 2020 und 2024 um 44 Prozent. Das zeigen Daten des Marktforschers YouGov. Knapp ein Viertel der Gesamterlöse entfiel 2024 auf Sonderangebote, bei Markenprodukten sogar fast ein Drittel. Bei einigen Produkten ist der Anteil noch höher.
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