Charité, Streichung

CharitĂ© prĂŒft Streichung von StudiengĂ€ngen

18.12.2024 - 16:36:51 | dts-nachrichtenagentur.de

Wegen der HaushaltskĂŒrzungen in Berlin denkt die CharitĂ© darĂŒber nach, weniger Studierende als bisher auszubilden.

CharitĂ© (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Ebenso könnten weitere gravierende Einschnitte anstehen, kĂŒndigten der Vorstandsvorsitzende der CharitĂ©, Heyo Kroemer, und Dekan Joachim Spranger im "Tagesspiegel" an. "Die Einsparungen fĂŒhren möglicherweise dazu, dass StudienplĂ€tze oder ganze StudiengĂ€nge nicht mehr angeboten werden können", sagte Spranger: "DarĂŒber muss die FakultĂ€t sicherlich nachdenken." An der CharitĂ© kann man die FĂ€cher Medizin, Zahnmedizin sowie Pflege- und HebammenstudiengĂ€nge belegen.

Insbesondere Medizin und Zahnmedizin gehören zu den nachgefragtesten StudiengĂ€ngen bundesweit ĂŒberhaupt, Ärzte werden hĂ€nderingend gesucht. Bliebe es bei den KĂŒrzungen, mĂŒsste die CharitĂ© Ärzte- und Wissenschaftlerstellen abbauen, sagte Spranger. Das hĂ€tte massive Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter, auf die Versorgung von Berlinern und auf die eigene Innovationskraft. "Wir halten dies fĂŒr den eindeutig falschen Weg." Die CharitĂ© soll allein bei den LandeszuschĂŒssen fĂŒr Lehre und Forschung 20,5 Millionen Euro weniger erhalten, was acht Prozent der Landesmittel fĂŒr das UniversitĂ€tsklinikum entspricht. Die Summe sei erst zu Beginn dieser Woche schriftlich mitgeteilt worden, sagte der Vorstandsvorsitzende Kroemer. Dazu kommen weitere Einsparungen in Millionenhöhe, etwa fĂŒr die Erneuerung der technischen AusrĂŒstung. Sollten im Wissenschaftsbereich 2026 weitere KĂŒrzungen anstehen, befĂŒrchtet Kroemer negative Folgen fĂŒr den Exzellenzstatus der Berliner UniversitĂ€ten. Es "bestĂŒnde die Gefahr, dass dieser Aspekt bei der Begutachtung eine Rolle spielen wird", sagte Kroemer mit Blick auf die nĂ€chste Runde der Exzellenzinitiative, bei der sich die Berlin University Alliance, der Verbund von FU, HU, TU und CharitĂ©, 2025/26 dem Wettbewerb mit den anderen Exzellenzunis stellt. Berlin mĂŒsse grundsĂ€tzlich darĂŒber nachdenken, wie es sich nach den MilliardenkĂŒrzungen in Bezug auf Innovationen eigentlich weiterentwickeln wolle, sagte Kroemer. Wissenschaft und Gesundheit sollen nach den PlĂ€nen von CDU und SPD insgesamt rund 280 Millionen Euro einsparen. Vor der entscheidenden Sitzung des Abgeordnetenhauses wollen die Berliner Hochschulen am Donnerstagmorgen vor dem Parlament gegen die KĂŒrzungen protestieren. Diese wĂŒrden den Wissenschaftsstandort insgesamt gefĂ€hrden, heißt es in dem Aufruf.

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