HĂ€ndler rechnen 2024 mit noch weniger Umsatz als erwartet
06.11.2024 - 10:37:14Zu Beginn des wichtigen WeihnachtsgeschĂ€fts korrigiert der Handelsverband Deutschland (HDE) seine Prognose fĂŒr 2024 deutlich nach unten. Erwartet wird lediglich ein nominales Umsatzplus von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der HDE erklĂ€rte. Real - also bereinigt um Preissteigerungen - entspricht dies einem Nullwachstum. Bis zuletzt hatte der Verband fĂŒr dieses Jahr ein nominales Plus von 3,5 Prozent prognostiziert.
Auch im Hinblick auf das WeihnachtsgeschĂ€ft sind die Erwartungen verhalten. 80 Prozent der HĂ€ndler rechnen laut einer aktuellen HDE-Befragung unter knapp 300 Unternehmen damit, dass viele Kunden im November und Dezember zurĂŒckhaltend einkaufen. Nur 30 Prozent gehen davon aus, dass der Kauf von Geschenken nicht unter der schlechten Stimmung leiden wird.
Preise nach Kundenempfinden vielfach zu hoch
Zwar schwĂ€chte sich die Inflation zuletzt spĂŒrbar ab, nach dem Empfinden der Kunden sind die Preise jedoch vielfach immer noch hoch. Wie schon im Vorjahr drĂŒcken auch die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie die wirtschaftliche Verunsicherung auf die Stimmung der Verbraucher. Konsum sei zu einem hohen Anteil Psychologie, sagte HDE-PrĂ€sident Alexander von Preen. "Hier sieht es aktuell nicht richtig gut aus. Das fĂŒhrt dazu, dass die Menschen ihr Geld eher zusammenhalten."
Der HDE erwartet inflationsbereinigt in den wichtigen Monaten November und Dezember lediglich "stabile UmsĂ€tze" auf Vorjahresniveau. Im Bereich Unterhaltungselektronik, Sportartikel, Spielwaren, Uhren und Schmuck rechnen viele Unternehmen der Umfrage zufolge mit einem besseren WeihnachtsgeschĂ€ft als 2023. Bei Haushaltswaren, Möbeln, Schuhen und Lederwaren, Bekleidung und Nahrungsmitteln fĂŒrchten viele, dass es noch schlechter lĂ€uft.

