UN-Bericht, Wandel

UN-Bericht: Wandel zu grĂŒner Wirtschaft ist Wachstumschance

29.10.2024 - 14:30:36

Wenig Wachstum und hohe Schulden belasten Ă€rmere LĂ€nder. Dabei könnten LĂ€nder, die wichtige Rohstoffe fĂŒr eine grĂŒnere Wirtschaft haben, eigentlich vom Handel profitieren.

  • Unctad setzt Hoffnung in UN-Abkommen zu mehr Steuergerechtigkeit (Archivbild) - Foto: Focke Strangmann/dpa

    Focke Strangmann/dpa

  • Unctad: Ärmere LĂ€nder mit wichtigen Rohstoffen können von Transition zu sauberer Wirtschaft profitieren. (Archivbild)  - Foto: Lucas Aguayo Araos/dpa

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Unctad setzt Hoffnung in UN-Abkommen zu mehr Steuergerechtigkeit (Archivbild) - Foto: Focke Strangmann/dpaUnctad: Ärmere LĂ€nder mit wichtigen Rohstoffen können von Transition zu sauberer Wirtschaft profitieren. (Archivbild)  - Foto: Lucas Aguayo Araos/dpa

Gute Wirtschaftswachstumsraten gehören nach einem UN-Bericht wohl der Vergangenheit an. 2,7 Prozent Wachstum erwartet die UN-Konferenz fĂŒr Handel und Entwicklung (Unctad) global jeweils fĂŒr dieses und nĂ€chstes Jahr, nach durchschnittlich 3 Prozent in den Jahren 2001 bis 2019. 

Gerade Ă€rmere LĂ€nder treffe das hart. LĂ€nder mit Rohstoffen, die fĂŒr die Transition zu einer grĂŒneren Wirtschaft nötig sind, könnten vom Welthandel profitieren, schreibt die Organisation. Dazu gehören seltene Erden oder Kobalt, Lithium und Nickel. Die Unctad macht sich in der UN-Familie vor allem fĂŒr die Belange der Ă€rmeren LĂ€nder stark.

Aber im Zeitalter von schwacher Konjunktur, hohen Schulden, wenig Investitionen und wachsendem Protektionismus in reicheren LĂ€ndern sei auch neues Denken nötig, um Ă€rmere LĂ€nder voranzubringen, heißt es in dem Bericht. 

Mehr Steuergerechtigkeit, weniger Sparauflagen

Die Unctad setzt große Hoffnung in eine angedachte UN-Konvention ĂŒber weltweite Steuerzusammenarbeit. Dies könne Steuerumgehungen und illegale Finanzströme unterbinden und mehr Geld fĂŒr die Entwicklung freimachen. Nötig sei auch ein globales Sicherheitsnetz fĂŒr noch verschuldete Ă€rmere LĂ€nder. Es mĂŒsse LiquiditĂ€t bereitstellen, und das, ohne die Sparauflagen, die der Internationale WĂ€hrungsfonds (IWF) immer mache.

In LĂ€ndern mit niedrigen Einkommen sei das Wirtschaftswachstum deutlich zurĂŒckgegangen, so die Unctad: Nach einem durchschnittlichen jĂ€hrlichen Wachstum von 6,6 Prozent zwischen 2003 und 2013 sei die Wachstumsrate im Jahrzehnt danach auf durchschnittlich 4,1 Prozent geschrumpft. Einen großen Anteil daran hatte China, das in den Vereinten Nationen als Entwicklungsland gilt. Das heißt: FĂŒr viele sehr arme LĂ€nder sah es noch dĂŒsterer aus.

@ dpa.de