Portoerhöhung, Post-GeschÀft

Der Portoerhöhung sei Dank: Post-GeschÀft zieht an

30.04.2025 - 09:29:35

Wer auch im Internetzeitalter noch gern Briefe verschickt, der muss seit Jahresbeginn mehr zahlen - das Porto ist gestiegen. Na endlich, hieß es von der Deutschen Post. Wie lĂ€uft ihr GeschĂ€ft seither?

  • Die Paketmenge steigt deutlich, dementsprechend viel Arbeit haben Paketboten. - Foto: Wolf von Dewitz/dpa

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  • Noch werden massenhaft Briefe verschickt in Deutschland - aber wie lange noch? Hier eine Post-Mitarbeiterin in einem ZustellstĂŒtzpunkt bei der Arbeit. - Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

    Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Die Paketmenge steigt deutlich, dementsprechend viel Arbeit haben Paketboten. - Foto: Wolf von Dewitz/dpaNoch werden massenhaft Briefe verschickt in Deutschland - aber wie lange noch? Hier eine Post-Mitarbeiterin in einem ZustellstĂŒtzpunkt bei der Arbeit. - Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Die Portoerhöhung hat der Deutschen Post zum Jahresbeginn deutlich bessere GeschÀfte beschert. Wie der Bonner Logistiker DHL mit seiner Briefsparte Deutsche Post mitteilte, lag der Umsatz im Bereich Post & Paket Deutschland im ersten Quartal 2025 bei rund 4,4 Milliarden Euro und damit 3,8 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Auch die Briefwahl bei der Bundestagswahl wirkte sich positiv aus. 

Der Betriebsgewinn (Ebit) schnellte den Angaben zufolge um 44,6 Prozent auf 281 Millionen Euro in die Höhe. Im Gesamtjahr 2024 war besagtes Betriebsergebnis noch um 5,6 Prozent auf 821 Millionen Euro geschrumpft. Nun geht es steil nach oben. 

Das sei «ein sehr erfreuliches Ergebnis», sagte FinanzvorstÀndin Melanie Kreis mit Blick auf das Ebit dieses Konzernbereichs. Das Vorjahresquartal sei aber relativ schwach gewesen. Zudem untermauerte sie das Ziel, pro Jahr ein Betriebsergebnis von einer Milliarde Euro in dem deutschen StammgeschÀft einzuholen, um genug investieren zu können und einen klimaschonenden Betrieb zu ermöglichen.

Großes Plus beim Briefporto

Das Briefporto war zum Jahresbeginn insgesamt um 10,5 Prozent gestiegen. Je nach Briefart fiel der Anstieg unterschiedlich aus, ein Standardbrief kostet seither 95 Cent und damit 10 Cent mehr als zuvor. Die Post hielt diesen von der Bundesnetzagentur genehmigten Preisanstieg fĂŒr ĂŒberfĂ€llig, schließlich sinke die Briefmenge im Digitalzeitalter seit langem, die Kosten seien gestiegen und der Investitionsbedarf sei hoch. Das Bonner Unternehmen hatte stĂ€rker an der Preisschraube drehen wollen, durfte aber nicht. 

Weniger Briefe, mehr Pakete

WÀhrend die Nachfrage nach Briefen sinkt, boomen Pakete - dieser Strukturwandel setzt sich im ersten Quartal fort. Die Menge der von der Post beförderten Briefe sank den Angaben zufolge um 5,3 Prozent auf 2,9 Milliarden und die Menge der Pakete stieg um 11,2 Prozent auf rund 0,5 Milliarden. Das Unternehmen betonte, dass die regulatorischen Rahmenbedingungen beim BriefgeschÀft in Deutschland schwierig blieben.

Der globale Konzern mit seinen etwa 600.000 BeschĂ€ftigten entwickelte sich auch in anderen GeschĂ€ftsfeldern positiv. Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal um 2,8 Prozent auf gut 20,8 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei fast 1,4 Milliarden Euro, 4,5 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Die Jahresprognose bestĂ€tigte das Management, mögliche Auswirkungen aus Änderungen der US-Zoll- und Handelspolitik bleiben bei den Zielen allerdings ausgeklammert.

@ dpa.de