EintÀgiger, Warnstreik

EintÀgiger Warnstreik bei der Post

28.01.2025 - 06:41:00 | dpa.de

Wer auf einen Brief oder ein Paket wartet, der muss sich womöglich etwas in Geduld ĂŒben: Bei der Post gibt es einen eintĂ€gigen Warnstreik.

Plastikboxen der Deutschen Post stehen in einer Zustellbasis herum - auch dort könnte der Warnstreik Auswirkungen haben. - Foto: Wolf von Dewitz/dpa
Plastikboxen der Deutschen Post stehen in einer Zustellbasis herum - auch dort könnte der Warnstreik Auswirkungen haben. - Foto: Wolf von Dewitz/dpa

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post setzt die Gewerkschaft Verdi auf Warnstreiks, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. BeschĂ€ftigte in GroßstĂ€dten und grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten in allen BundeslĂ€ndern seien am Dienstag zu vollschichtigen Warnstreiks aufgerufen, teilte Verdi in Berlin mit. Es werde zu AusfĂ€llen und Verzögerungen bei der Zustellung von Paketen und Briefen kommen. Verdi-Vize Andrea Kocsis begrĂŒndete den Schritt damit, dass die zweite Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche keine greifbaren Ergebnisse gebracht hĂ€tten. 

Verdi pocht auf ein Entgeltplus von sieben Prozent und zusĂ€tzliche Urlaubstage. Dass die Arbeitgeber diese Forderungen als nicht finanzierbar abgelehnt hĂ€tten, sei «nicht akzeptabel», so Kocsis. «Nur mit deutlichen Lohnsteigerungen fĂŒr die BeschĂ€ftigten lassen sich die noch immer hohen Lebenshaltungskosten bewĂ€ltigen.» Die Botschaft der Warnstreiks sei klar, sagte Kocsis. «Wir meinen es ernst, und wir sind bereit, fĂŒr unsere Forderungen zu kĂ€mpfen.» 

In den Tarifverhandlungen stellt die Post den Spielraum fĂŒr Lohnerhöhungen als «sehr gering» dar, weil die Briefmengen im Digitalzeitalter schrumpfen und der Investitionsbedarf groß sei. Zum Jahresbeginn hatte sich der Briefversand im Schnitt um 10,5 Prozent verteuert, das Porto fĂŒr einen Standardbrief betrĂ€gt seither 95 Cent und nicht mehr 85 Cent. Die Portoerhöhung hatte die Bundesnetzagentur dem Unternehmen erlaubt. Aus Sicht der Firma war das zu wenig, sie hatte auf einen grĂ¶ĂŸeren Preisaufschlag gehofft. 

Die Deutsche Post hat in ihrem Brief- und PaketgeschĂ€ft rund 170.000 TarifbeschĂ€ftigte im Inland, sie gehört zum Logistikkonzern DHL. Die nĂ€chste Verhandlungsrunde ist fĂŒr den 12. und 13. Februar angesetzt.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 66549069 |