Wirtschaftsrat, Winkel

Wer einzahlt, soll mehr bekommen? Wirtschaftsrat springt Winkel bei

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 16:40 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Sollen Sozialleistungen stĂ€rker davon abhĂ€ngig sein, ob jemand zuvor BeitrĂ€ge eingezahlt hat? Der Wirtschaftsrat der CDU unterstĂŒtzt eine entsprechende Forderung des Vorsitzenden der Jungen Union, Johannes Winkel.Es mache einen Unterschied, "ob jemand nach Jahren der ErwerbstĂ€tigkeit unverschuldet erst in Arbeitslosengeld I und dann in die Grundsicherung fĂ€llt, oder, ob er von Anfang an - womöglich ohne echte Arbeitsanstrengungen - sein Leben im Transferbezug einrichtet", sagte der GeneralsekretĂ€r des CDU-Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, den Zeitungen der Mediengruppe Bayern.Der Wirtschaftsrat der CDU ist ein rechtlich selbststĂ€ndiger und politisch unabhĂ€ngiger Verein und versteht sich als Stimme der sozialen Marktwirtschaft.

Sollen Sozialleistungen stĂ€rker davon abhĂ€ngig sein, ob jemand zuvor BeitrĂ€ge eingezahlt hat? Der Wirtschaftsrat der CDU unterstĂŒtzt eine entsprechende Forderung des Vorsitzenden der Jungen Union, Johannes Winkel.

Es mache einen Unterschied, "ob jemand nach Jahren der ErwerbstÀtigkeit unverschuldet erst in Arbeitslosengeld I und dann in die Grundsicherung fÀllt, oder, ob er von Anfang an - womöglich ohne echte Arbeitsanstrengungen - sein Leben im Transferbezug einrichtet", sagte der GeneralsekretÀr des CDU-Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, den Zeitungen der Mediengruppe Bayern.

Der Wirtschaftsrat der CDU ist ein rechtlich selbststĂ€ndiger und politisch unabhĂ€ngiger Verein und versteht sich als Stimme der sozialen Marktwirtschaft. Zu Mitgliedern zĂ€hlen Unternehmen aller Branchen und UnternehmensgrĂ¶ĂŸen.

Rechtliche Grenzen?

Winkel hatte die Debatte ĂŒber die Ausgestaltung des Sozialstaats im Podcast "Ronzheimer" angefacht. "Ist es eigentlich okay, dass zwei Leute gleich viel Sozialleistungen bekommen und der eine hat vorher noch nie was eingezahlt und der andere hat vorher vielleicht ĂŒber einen langen Zeitraum schon mal was einbezahlt?", sagte Winkel in der am Sonntag veröffentlichten Folge. Er forderte deshalb: "Es sollten diejenigen weniger bekommen, die vorher nicht eingezahlt haben." Konkrete BetrĂ€ge nannte Winkel nicht. Er betonte aber, dass er die Differenzierung nicht an der Staatsangehörigkeit festmachen wolle.

Winkel sagte im Podcast, Politiker machten es sich zu einfach, wenn sie glaubten, so ein Vorgehen sei verfassungsrechtlich nicht möglich. Das Bundesverfassungsgericht leitet aus dem Grundgesetz einen Anspruch auf ein menschenwĂŒrdiges Existenzminimum ab, wie es in einem auf seiner Website veröffentlichten Beschluss festhĂ€lt. Zwar hat der Gesetzgeber bei der Ausgestaltung von Sozialleistungen einen Gestaltungsspielraum, muss dabei aber den tatsĂ€chlichen Bedarf berĂŒcksichtigen. Unterschiede bei Art und Höhe von Sozialleistungen sind grundsĂ€tzlich möglich.

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