KfW, Nachfrage

KfW rechnet mit steigender Nachfrage nach Heizungsförderung

07.06.2024 - 11:21:50

Wer zu klimafreundlicherer WÀrme wechseln will, bekommt Geld vom Staat. Die staatliche Förderbank zieht nach 100 Tagen eine erste Bilanz.

Die staatliche Förderbank KfW rechnet mit steigender Nachfrage nach Fördergeld fĂŒr den Austausch alter Gas- und Ölheizungen gegen klimafreundlichere Alternativen. «Wir sind erst in der zweiten Phase. Unsere Zahlen zeigen, dass die Förderung gut ankommt», sagte die fĂŒr das FördergeschĂ€ft im Inland zustĂ€ndige KfW-VorstĂ€ndin Katharina Herrmann in Frankfurt am Main.

Bis Ende Mai (31.5.) sagte die KfW demnach rund 34.000 ZuschussantrÀge mit einem Gesamtvolumen von 507 Millionen Euro zu. Gefragt waren vor allem WÀrmepumpen mit zwei Drittel aller neuen Anlagen, Biomasseheizungen kamen auf 22 Prozent, gefolgt von Solarthermie. Die Heizungsförderung sei ein wichtiger Baustein der Energiewende im GebÀudesektor, der rund ein Drittel der C02-Emissionen verursache, sagte Herrmann.

EigentĂŒmer bestehender EinfamilienhĂ€user, die diese selbst bewohnen, können seit dem 27. Februar staatliches Fördergeld fĂŒr den Austausch alter Gas- und Ölheizungen gegen klimafreundlichere Alternativen beantragen. Seit 28. Mai gilt das auch fĂŒr private EigentĂŒmerinnen und EigentĂŒmer von MehrfamilienhĂ€usern - also Vermieter - sowie WohnungseigentĂŒmergemeinschaften etwa mit Zentralheizung.

Mit der zweiten Stufe habe sich die Zahl der AntrĂ€ge pro Woche verdoppelt, berichtete Herrmann. Im August starten dann private Vermieterinnen und Vermieter von EinfamilienhĂ€usern, ebenso Inhaber in WohnungseigentĂŒmergemeinschaften, die die Heizung in der eigenen Wohnung erneuern möchten. Auch Kommunen und Unternehmen können dann AntrĂ€ge stellen.

Maximal 70 Prozent an Förderung möglich

Maximal 70 Prozent an Förderung ist möglich - je nach Voraussetzungen. FĂŒr jeden, ob Wohn- oder GeschĂ€ftsgebĂ€ude, sind 30 Prozent vorgesehen. Hinzu kommen verschiedene Boni, die kombiniert werden können. Dazu zĂ€hlen einen Einkommensbonus und ein Geschwindigkeits-Bonus bis 2028 von 20 Prozent fĂŒr den frĂŒhzeitigen Austausch alter Gas- und Ölheizungen sowie von Nachtspeicherheizungen und alten Biomasseheizungen fĂŒr selbstnutzende EigentĂŒmerinnen und EigentĂŒmer. FĂŒr WĂ€rmepumpen, die als WĂ€rmequelle Wasser, Erdreich oder Abwasser nutzen oder ein natĂŒrliches KĂ€ltemittel einsetzen, gibt es einen Effizienz-Bonus von 5 Prozent.

Hausbesitzer, die eine Zusage fĂŒr den Heizungstausch von der KfW haben, können zudem einen zinsgĂŒnstigen KfW-Förderkredit bei einem Institut beantragen - in der Regel bei der Hausbank.

«Die Ausstattung mit Fördermitteln wird von uns als ausreichend angesehen», sagte Herrmann. FĂŒr das laufende Jahr sind laut Bundeswirtschaftsministerium rund 16 Milliarden Euro fĂŒr die Bundesförderung fĂŒr effiziente GebĂ€ude (BEG) vorgesehen, die aber auch andere Sanierungsmaßnahmen wie die DĂ€mmung von DĂ€chern oder den Austausch von Fenstern umfasst.

@ dpa.de