Baukrise, Fertighausanbieter

Baukrise trifft auch Fertighausanbieter schwer

11.03.2024 - 13:38:36

Wie die gesamte Baubranche haben es derzeit auch die Anbieter von Holz-FertighÀusern schwer.

Die Baugenehmigungen fĂŒr Ein- und ZweifamilienhĂ€user in Holz-Fertigbauweise seien 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 38,1 Prozent eingebrochen, teilte der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) am Montag mit. Das Minus der Fertighaushersteller war damit den Angaben nach aber etwas kleiner als im gesamten Markt und brachte ihnen einen Rekord-Marktanteil von 24,5 Prozent ein.

"Am Eigenheimmarkt wird unser StĂŒck vom Kuchen zwar grĂ¶ĂŸer, allerdings wird der Kuchen selbst immer kleiner", sagte dazu BDF-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Achim Hannott. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr der Mitteilung zufolge 40,4 Prozent weniger Baugenehmigungen fĂŒr Ein- und ZweifamilienhĂ€user als 2022. Der Gesamtmarkt fĂŒr neue Eigenheime habe sich innerhalb von zwei Jahren ungefĂ€hr halbiert, so Hannott.

Die Anbieter im Holz-Fertigbau kĂ€mpfen mit den gleichen Problemen wie die gesamte Bauwirtschaft - gestiegenen Zinsen sowie höheren Kosten fĂŒr Materialien und Energie. "Dazu kam eine wenig verlĂ€ssliche Bau- und Förderpolitik der Bundesregierung", sagte BDF-Co-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Georg Lange.

Die Fertigbau-Unternehmen wollen sich laut Mitteilung neben der Planung und Errichtung von Ein- und ZweifamilienhĂ€usern auf neue GeschĂ€ftsfelder wie serielles Bauen konzentrieren. Dazu gehören zum Beispiel Nachverdichtung, Umbau, Aufstockung, Sanierung oder komplette Neubauten mit seriell gefertigten Wand-, Dach- und Deckenelementen. "Gerade auch mehrgeschossige Wohnungsbauten und Objektbauten im kommunalen, gewerblichen und sozialen Bereich werden ein immer wichtigeres GeschĂ€ftsfeld fĂŒr die Fertighaushersteller", so Lange.

@ dpa.de