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WDH: Inflation sorgt fĂŒr krĂ€ftiges Umsatzplus im Handwerk

19.09.2024 - 14:15:58

(Wiederholung: Fehlendes Wort "im" in der ZwischenĂŒberschrift ergĂ€nzt.)WIESBADEN - Die hohe Inflation hat die UmsĂ€tze im deutschen Handwerk im Jahr 2022 krĂ€ftig steigen lassen.

(Wiederholung: Fehlendes Wort "im" in der ZwischenĂŒberschrift ergĂ€nzt.)

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die hohe Inflation hat die UmsĂ€tze im deutschen Handwerk im Jahr 2022 krĂ€ftig steigen lassen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, legten die Erlöse der rund 570.000 Betriebe im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 9,3 Prozent auf 720 Milliarden Euro zu. Hauptursache dafĂŒr sei die Teuerung gewesen - im gleichen Zeitraum erhöhte sich der Verbraucherpreisindex fĂŒr Deutschland um 6,9 Prozent.

Insgesamt waren 2022 rund 5,4 Millionen Menschen im Handwerk tĂ€tig und damit 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Davon waren 4,1 Millionen Personen sozialversicherungspflichtige BeschĂ€ftigte, die ĂŒbrigen 630.000 Menschen hatten eine geringfĂŒgige BeschĂ€ftigung im Handwerk. Damit waren insgesamt 13 Prozent aller sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigten in Deutschland im Handwerk tĂ€tig.

Handwerk vor allem im Baugewerbe stark vertreten

Vor allem im Baugewerbe ist das Handwerk stark vertreten - hier gehörten 2022 gut zwei Drittel (67 Prozent) der Unternehmen dem Handwerk an. In der deutschen Wirtschaft insgesamt waren Handwerksunternehmen mit 16,6 Prozent vertreten. Ihr Anteil am Gesamtumsatz der deutschen Wirtschaft betrug 7,4 Prozent - das waren 1,1 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

In den einzelnen Handwerkszweigen entwickelten sich die BeschĂ€ftigtenzahlen unterschiedlich. Ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten das Kraftfahrzeuggewerbe (plus 0,6 Prozent), die Handwerke fĂŒr den gewerblichen Bedarf (plus 0,4 Prozent) sowie das Gesundheitsgewerbe (plus 0,2 Prozent). In den ĂŒbrigen Bereichen gab es jeweils einen leichten RĂŒckgang der tĂ€tigen Personen. Im Lebensmittelgewerbe fiel dieser mit minus 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr am stĂ€rksten aus.

Deutlicher waren die Unterschiede bei der Umsatzentwicklung: Starke ZuwĂ€chse konnten die Handwerke fĂŒr den privaten Bedarf (plus 15,6 Prozent) sowie fĂŒr den gewerblichen Bedarf (plus 11 Prozent) und das Bauhauptgewerbe (plus 10,5 Prozent) verzeichnen, wĂ€hrend die UmsĂ€tze im Gesundheitsgewerbe mit plus 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nur vergleichsweise gering zulegten.

@ dpa.de