Wohnimmobilien in Österreich: Kaufpreise steigen im ersten Halbjahr um 3,9 Prozent
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 20:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Preise für Wohnimmobilien in Österreich verzeichnen wieder ein spürbares Wachstum. Wie die Statistik Austria ermittelte, stiegen die Kaufpreise für Häuser und Wohnungen im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um durchschnittlich 3,9 Prozent. Damit erreichte der Häuserpreisindex nicht nur den höchsten Stand seit dem Jahr 2010, sondern markierte im zweiten Quartal 2026 auch ein neues Allzeithoch. Der bisherige Rekordwert aus dem dritten Quartal 2022 wurde damit erstmals übertroffen.
Deutliche Preisdynamik im zweiten Quartal
Die Teuerung zeigte sich sowohl bei bestehenden Objekten als auch im Neubausektor, wobei die Dynamik im Jahresverlauf deutlich zulegte. Bei den Bestandsimmobilien belief sich das Plus im ersten Halbjahr 2026 auf 4,0 Prozent, während sich neuer Wohnraum um 3,8 Prozent verteuerte.
Eine differenzierte Betrachtung des Bestandsmarktes zeigt, dass bestehende Wohnungen mit einem Zuwachs von 4,1 Prozent etwas stärker zulegten als bestehende Häuser, bei denen ein Anstieg von 3,9 Prozent verzeichnet wurde.
Der Blick auf die vierteljährliche Entwicklung verdeutlicht die anziehende Preisdynamik im Frühjahr. Im ersten Quartal 2026 waren die Preise für Bestandsimmobilien noch um 2,9 Prozent gestiegen, bevor der Zuwachs im zweiten Quartal auf 5,1 Prozent anzog. Eine ähnliche Beschleunigung wies der Neubausektor auf: Nach einem Plus von 2,6 Prozent im ersten Quartal erhöhten sich die Preise für Neubauten im zweiten Quartal um 4,9 Prozent.
Der Häuserpreisindex hat im zweiten Quartal 2026 erstmals den bisherigen Rekordwert aus dem dritten Quartal 2022 übertroffen — Bestandsimmobilien legten im ersten Halbjahr um 4,0 Prozent zu, Neubauten um 3,8 Prozent. Wer den Kaufzeitpunkt plant, braucht eine nüchterne Einordnung der Zahlen statt Bauchgefühl. Kostenlose Marktanalyse Österreich-Immobilienpreise anfordern
Kosten für selbstgenutzten Wohnraum steigen moderat
Neben dem reinen Erwerb von Immobilien erfasste die Statistik Austria auch die Ausgaben für selbstgenutztes Wohneigentum über den sogenannten OOH-Index (Owner-Occupied Housing). Dieser Index verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 eine Steigerung von 2,9 Prozent. In den Vergleichszeiträumen der Vorjahre hatte das Plus bei 2,0 Prozent im Jahr 2025 sowie bei 1,9 Prozent im Jahr 2024 gelegen.
Nicht nur die Kaufpreise ziehen an: Auch die laufenden Kosten für selbstgenutztes Wohneigentum stiegen im ersten Halbjahr 2026 um 2,9 Prozent, die Anschaffung von Wohnraum sogar um 3,0 Prozent nach 1,4 Prozent im Vorjahr. Wer die Gesamtbelastung kennt, entscheidet anders. Checkliste Kaufzeitpunkt versus Wartezeit jetzt sichern
Innerhalb dieses Bereichs zeigte sich bei der Anschaffung von Wohnraum ein beschleunigter Kostenanstieg. Diese verteuerte sich im bisherigen Jahresverlauf 2026 um 3,0 Prozent, nachdem die Zuwachsraten im Jahr 2025 bei 1,4 Prozent und im Jahr 2024 bei 0,8 Prozent gelegen hatten.
Die Aufwendungen für den Erhalt von selbstgenutztem Wohneigentum stiegen im ersten Halbjahr um 2,9 Prozent. Damit blieb dieser Wert gegenüber dem Gesamtjahr 2025 stabil, in dem ebenfalls 2,9 Prozent gemessen worden waren, nachdem der Zuwachs im Jahr 2024 noch 4,1 Prozent betragen hatte.
