Wohnungsmarkt, Verkäufe

Wohnungsmarkt Österreich: 24.106 Verkäufe im ersten Halbjahr 2026

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 16:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Mehr Verkäufe und höherer Transaktionswert prägen den Markt; Erstbezüge machen einen kleineren Anteil aus als 2021.

Österreichs Eigentumswohnungsmarkt wächst im ersten Halbjahr 2026 deutlich
Moderne Wohnhausfassade in Ă–sterreich bei Sonnenuntergang Illustration mit AI erstellt.

Der österreichische Markt für Eigentumswohnungen zieht wieder spürbar an. Im ersten Halbjahr 2026 wurden bundesweit 24.106 Wohnungen verbüchert, was einem Zuwachs von 25,3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Dies geht aus Marktdaten hervor, über die austriaaktuell.at in einem Bericht vom 10.10.2026 berichtet.

Parallel zu den steigenden Fallzahlen kletterte auch der finanzielle Gesamtwert der Abschlüsse kräftig nach oben. Der Transaktionswert erreichte im selben Zeitraum 7,09 Mrd. Euro, was ein Plus von 26,9% bedeutet. Damit liegt das monetäre Volumen erstmals seit dem Jahr 2022 wieder über dem Zehnjahresmittel.

Während die Zahl der Transaktionen deutlich zulegte, zeigte sich die Preisdynamik auf Gesamtstaatsebene moderat: Der durchschnittliche Wohnungspreis lag bundesweit bei 267.839 Euro, was einer leichten Steigerung von 1,6% entspricht.

Starke Dynamik in den Bundesländern

Hinter den Bundeswerten verbergen sich deutliche regionale Unterschiede bei den Wachstumsraten und dem Preisniveau. Die Bundeshauptstadt Wien verzeichnete im ersten Halbjahr insgesamt 7.043 Verkäufe, was einem Zuwachs von 16,4% entspricht. Der durchschnittliche Preis für eine Wohnung lag in Wien bei 318.967 Euro. Gleichzeitig gab der durchschnittliche Quadratmeterpreis in der Bundeshauptstadt leicht nach und sank um 2,2% auf 5.344 Euro.

Noch stärkere prozentuale Zuwächse bei den Transaktionen meldeten Niederösterreich und die Steiermark. In Niederösterreich stieg die Zahl der Verkäufe um 39,9% auf 2.999 Wohnungen, bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von 213.112 Euro.

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Die Zahl der verbĂĽcherten Wohnungen ist im ersten Halbjahr um 25,3 Prozent gestiegen, der Transaktionswert erstmals seit 2022 wieder ĂĽber dem Zehnjahresmittel. Wer den richtigen Einstiegszeitpunkt sucht, braucht die regionalen Preisunterschiede und den Marktzyklus im Blick. Kostenlosen Markt-Report anfordern

Die Steiermark registrierte ein Plus von 37,7% auf 3.965 Transaktionen, während der Durchschnittspreis dort bei 188.136 Euro lag. In Oberösterreich legte die Aktivität um 18,2% auf 2.931 verbücherte Verkäufe zu; hier betrug der durchschnittliche Wohnungspreis 249.334 Euro.

Das Preisgefälle zwischen den Bundesländern bleibt weiterhin erheblich. Während das Burgenland mit einem durchschnittlichen Wohnungspreis von 165.000 Euro am günstigsten abschnitt, markierte Vorarlberg mit durchschnittlich 351.000 Euro je Wohnung den Höchstwert im Bundesgebiet.

Anteil von Erstbezügen rückläufig

Auffällig ist die anhaltende Verschiebung im Segment der Neubauten. Der Anteil der Bauträger-Erstbezüge an allen Verkäufen lag im ersten Halbjahr österreichweit bei 23,4%. Im Jahr 2021 hatte dieser Wert noch 37,7% betragen.

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Der Anteil der Bauträger-Erstbezüge ist von 37,7 Prozent im Jahr 2021 auf 23,4 Prozent gefallen — der Markt stützt sich zunehmend auf Bestandswohnungen. Wer zwischen Bestand und Neubau wählt, sollte die Verschiebung im Segment kennen. Leitfaden Bestand vs. Neubau sichern

Eine ähnliche Tendenz zeigt sich auf dem Wiener Markt: In der Bundeshauptstadt machten Bauträger-Erstbezüge im ersten Halbjahr 23,9% des Marktvolumens aus, nachdem der Anteil im Jahr 2024 noch bei 35,1% gelegen hatte. Der Markt stützt sich damit gegenwärtig vor allem auf Transaktionen im Wohnungsbestand.

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