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Unternehmensvertreter wollen Änderungen an neuem KI-Gesetz

29.06.2023 - 19:41:31

Zahlreiche prominente Vertreter der europĂ€ischen Wirtschaft fordern Änderungen am geplanten AI Act der EuropĂ€ischen Union (EU).

"Als engagierte Akteure des europĂ€ischen Wirtschaftssektors möchten wir unsere ernsten Bedenken hinsichtlich des vorgeschlagenen EU-Gesetzes zur KĂŒnstlichen Intelligenz (KI) zum Ausdruck bringen", schreiben sie in einem Brief, ĂŒber den das "Handelsblatt" (Freitagausgabe) berichtet. Unter den etwa 150 Unterzeichnern sind Chefs und Aufseher von Dax-Konzernen, Unternehmer und GrĂŒnder aus verschiedenen Branchen.

Dazu zĂ€hlen Telekom-Chef Timotheus Höttges, Eon-Chef Leonhard Birnbaum, Covestro-CEO Markus Steilemann, Bertelsmann-Gesellschafterin Brigitte Mohn und Celonis-Chef Bastian Nominacher. "Unserer EinschĂ€tzung nach wĂŒrde der Gesetzesentwurf die WettbewerbsfĂ€higkeit und die technologische SouverĂ€nitĂ€t Europas gefĂ€hrden, ohne dass den Herausforderungen wirksam begegnet wird, die sich uns jetzt und in Zukunft stellen", schreiben sie. Vor allem Entwickler von generativer KI, wĂ€ren "mit unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸigen Compliance-Kosten und unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸigen Haftungsrisiken konfrontiert". Darunter fallen Systeme, die etwa Bilder und Texte produzieren können. Konkret fordern die Wirtschaftsvertreter einen "transatlantischen Rahmen", der faire Wettbewerbsbedingungen zwischen Akteuren in Europa und den USA sichern soll. Und sie drĂ€ngen darauf, Regeln flexibler zu gestalten und sie mithilfe eines Expertengremiums "laufend an das rasante Tempo der Entwicklung dieser Technologie und die aufkommenden konkreten Risiken anzupassen". Das Gesetz befindet sich bereits in der finalen Abstimmungsphase. Bis Herbst wollen sich EU-Kommission, Parlament und Rat final einigen. Mit dem Appell versuchen die Wirtschaftsvertreter, darauf noch Einfluss zu nehmen.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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