Zalando-Sparkurs, Jobs

Zalando-Sparkurs: 2.300 Jobs weg, Expansion nach Rumänien

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 01:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zalando streicht rund 200 Stellen in Berlin und schließt Logistikzentrum in Erfurt. Parallel entsteht ein neuer Standort in Rumänien.

Zalando baut Stellen in Berlin ab und eröffnet Standort in Bukarest
Leeres, modernes Großraumbüro in Berlin mit schlichtem Design und gedimmter Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Online-Modehändler Zalando setzt seinen Sparkurs fort. In der Berliner Zentrale fallen rund 200 weitere Arbeitsplätze weg, während das Unternehmen gleichzeitig einen neuen Standort in Bukarest aufbaut.

Freiwilligenprogramm übertrifft Erwartungen

Der Stellenabbau in Berlin soll über ein Freiwilligenprogramm laufen. Mitarbeiter können einvernehmliche Aufhebungsverträge unterschreiben. Das Interesse ist größer als geplant: Über 200 Anträge liegen bereits vor.

Schon 2024 hatte Zalando rund 450 Stellen in der Hauptstadt gestrichen. Im Bereich Lounge Content Solutions fielen zuvor etwa 180 Jobs weg. Als Gründe nennt der Konzern den wachsenden Einfluss Künstlicher Intelligenz, den harten Wettbewerb im Online-Modehandel und die allgemeine Wirtschaftslage.

Logistikzentrum in Erfurt schließt

Noch härter trifft es den Standort Erfurt. Das dortige Logistikzentrum macht dicht – 2100 Arbeitsplätze sind betroffen. Bis Ende September 2026 soll die Schließung abgeschlossen sein. Die Lagerverwaltung will Zalando künftig verstärkt an externe Dienstleister auslagern.

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Gleichzeitig expandiert der Konzern nach Osteuropa. Ab Ende 2026 entsteht in Bukarest ein neuer Standort. Die Aufgaben: Personalwesen, Controlling, Finanzen und das B2B-Geschäft. Bis zum ersten Quartal 2027 sind dort zunächst 60 Stellen geplant.

Der Kostenvorteil ist enorm: In Deutschland liegen die Arbeitskosten bei rund 40 Euro pro Stunde, in Rumänien bei etwa 13 Euro.

Investitionen in Robotik trotz Sparkurs

Sparen ja – aber nicht überall. Zalando investiert weiter in die Automatisierung. Der Konzern beteiligte sich am Stuttgarter Start-up Sereact, einem Spezialisten für Lagerrobotik. Ziel: die Logistik effizienter machen. Aktuell bedient Zalando rund 62,3 Millionen aktive Kunden.

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Bafin rügt Fehler im Geschäftsbericht

Abseits der Umstrukturierung gab es Ärger mit der Finanzaufsicht. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) stellte Fehler im Geschäftsbericht für 2025 fest und sprach eine Rüge aus.

Die Börse reagierte dennoch positiv: Am 21. Juli legte die Zalando-Aktie zeitweise um 1,6 Prozent zu.

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