Biden und Xi planen Treffen beim Apec-Gipfel in Peru
13.11.2024 - 18:38:22Das GesprĂ€ch der beiden sei am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) am Samstag in Peru geplant, kĂŒndigte eine hochrangige US-Regierungsvertreterin an.
Angesichts schwerer Spannungen zwischen den zwei gröĂten Volkswirtschaften der Welt hatten die beiden PrĂ€sidenten in den vergangenen Jahren nur spĂ€rlich kommuniziert. Das Treffen kommt kurz vor Bidens Abschied aus dem Amt: Im Januar wird der Demokrat von dem Republikaner Donald Trump im WeiĂen Haus abgelöst.
Themen reichen von Handel bis Ukraine
Biden plane bei dem Treffen, eine Bilanz der "BemĂŒhungen um einen verantwortungsvollen Umgang" mit Blick auf den Wettbewerb zwischen den beiden LĂ€ndern zu ziehen, sagte die US-Regierungsvertreterin. Ein weiteres Thema werde Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine sein.
Die Regierungsvertreterin hob als Erfolg hervor, dass die USA und China im vergangenen Jahr die Kommunikation zwischen den StreitkrÀften wieder aufgenommen hÀtten. "In seinen zahlreichen GesprÀchen mit PrÀsident Xi hat PrÀsident Biden immer wieder betont, wie wichtig die Achtung der Menschenrechte ist, und ich gehe davon aus, dass er dies erneut tun wird."
Treffen auf Bali und in Kalifornien
Zuletzt hatten sich Biden und Xi vor einem Jahr, im November 2023, am Rande des damaligen Apec-Gipfels in Kalifornien zu einem GesprĂ€ch zusammengesetzt - nach einem ganzen Jahr kompletter Funkstille ohne auch nur ein einziges Telefonat. Das viel beachtete Treffen fand damals weit entfernt vom Gipfelort und vor idyllischer Kulisse statt: in einem prunkvollen Anwesen auĂerhalb von San Francisco. Zuvor hatten sich Biden und Xi ebenfalls ein ganzes Jahr lang, seit dem G20-Gipfel auf Bali im November 2022, nicht gesehen und auch nicht persönlich miteinander gesprochen.
Das Treffen in Kalifornien hatte zum Ziel, die Beziehungen beider LĂ€nder zu stabilisieren und die Kommunikation zwischen beiden Regierungen wieder anzukurbeln und in geordnete Bahnen zu lenken - auch und vor allem den Austausch zwischen den StreitkrĂ€ften beider LĂ€nder. Im vergangenen April kamen Biden und Xi ihrem Vorsatz dann nach und telefonierten erstmals seit ihrem Krisentreffen in Kalifornien wieder miteinander. AuĂerdem gab es Treffen zwischen hochrangigen Beamten beider LĂ€nder. Dennoch ist das VerhĂ€ltnis weiter angespannt.
Sorge um Taiwan
Hintergrund sind unter anderem wirtschaftliche Sanktionen der USA gegen China sowie BefĂŒrchtungen im Westen, die chinesische Armee könnte in Taiwan einmarschieren. Die Inselrepublik, die nur durch eine Meerenge von China getrennt wird, hat seit Jahrzehnten eine demokratische Regierung. China sieht das Land mit mehr als 23 Millionen Einwohnern jedoch als Teil seines Territoriums an. BefĂŒrchtet wird, dass China sich Taiwan mit militĂ€rischer Gewalt einverleiben könnte.
Biden hatte Taipeh fĂŒr einen solchen Fall militĂ€rischen Beistand versprochen. Das Gebiet rund um Taiwan ist immer wieder Schauplatz militĂ€rischer Machtdemonstrationen. Biden werde bei dem Treffen mit Xi "die Bedeutung der Aufrechterhaltung von Frieden und StabilitĂ€t in der StraĂe von Taiwan" hervorheben, sagte die US-Regierungsvertreterin.
Blick richtet sich auf Trump
Auch Trump hatte wĂ€hrend seiner ersten Amtszeit von 2017 bis 2021 auf einen harten Kurs gegenĂŒber China gesetzt und im groĂen Stil Strafzölle auf Waren aus China eingefĂŒhrt, die sein Nachfolger Biden spĂ€ter beibehielt. Trump bisherige Personalentscheidungen deuten darauf hin, dass er in seiner zweiten Amtszeit eine harte China-Politik fortsetzen will.
Die US-Regierungsvertreterin ĂŒbte mit Blick auf Nachfragen dazu ZurĂŒckhaltung. Die nĂ€chste Regierung mĂŒsse Wege finden, um mit "diesen schwierigen und komplizierten Beziehungen" mit China umzugehen, sagte sie. "Ich kann mich nicht dazu Ă€uĂern, was die nĂ€chste Regierung tun wird oder nicht - und welche politische Richtung sie einschlagen wird."

