UnterstĂŒtzerlĂ€nder wollen Ukraine aufrĂŒsten und absichern
27.03.2025 - 16:10:24Der Einsatz dieser Truppen sei ein britisch-französischer Vorschlag, sagte Frankreichs PrÀsident Emmanuel Macron nach den Beratungen der sogenannten "Koalition der Willigen".
"Er wird von GroĂbritannien und Frankreich unterstĂŒtzt. Er wird von der Ukraine gewĂŒnscht und auch von mehreren EU-Mitgliedstaaten unterstĂŒtzt, die ihre Bereitschaft bekundet haben, sich ihm anzuschlieĂen." Der Vorschlag sei aber nicht einstimmig angenommen worden, so Macron.
London und Paris schicken Armeechefs in Ukraine
Die Generalstabschefs aus Frankreich und GroĂbritannien reisten in den nĂ€chsten Tagen in die Ukraine, um die militĂ€rischen Anforderungen zu prĂŒfen, sagte Macron weiter. Die Ukraine habe eine sehr klare Vorstellung von den BedĂŒrfnissen und den kritischen Gebieten, in denen sie diese europĂ€ischen KrĂ€fte eingesetzt haben wolle. Im Austausch unter den MilitĂ€rs wĂŒrden Orte, die Anzahl der KrĂ€fte und die KapazitĂ€ten festlegt. "Also ist zum jetzigen Zeitpunkt nichts ausgeschlossen und wir schauen uns die See-, Luft- und LandstreitkrĂ€fte an", sagte Macron
Bei dem Gipfeltreffen zur UnterstĂŒtzung der Ukraine ging es unter anderem um Sicherheitsgarantien fĂŒr den Fall einer Waffenruhe zwischen Kiew und Moskau. An den Beratungen der sogenannten "Koalition der Willigen" nahmen Spitzenvertreter aus 31 LĂ€ndern teil.
Scholz zurĂŒckhaltend bei Friedenstruppe
Der geschĂ€ftsfĂŒhrende Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich erneut zurĂŒckhaltend zu einer deutschen Beteiligung an einer möglichen Friedenstruppe in der Ukraine geĂ€uĂert. Nach einem Gipfeltreffen verwies er darauf, dass zum jetzigen Zeitpunkt ĂŒberhaupt noch nicht klar sei, ob und in welcher Form es eine solche Friedenstruppe geben werde. "Insofern konzentrieren wir uns auf das, was jetzt naheliegend ist."
Dazu zĂ€hlte Scholz die weitere StĂ€rkung der ukrainischen StreitkrĂ€fte. "Deutschland ist dort in den letzten Jahren fĂŒhrend gewesen in Europa und wird es auch bleiben." AuĂerdem lehnte der Kanzler die von Russland geforderte Lockerung von Sanktionen klar ab. Das wĂ€re ein "schwerer Fehler", sagte er. "Das macht gar keinen Sinn, die Sanktionen zu beenden." Europa und die USA mĂŒssten da einen gemeinsamen Standpunkt haben.
Scholz kritisierte, dass Moskau in den Verhandlungen ĂŒber einen Waffenstillstand immer wieder Forderungen nachgelegt habe. "Daraus kann man sehr klar entnehmen, dass Russland aktuell nicht an einem wirklichen Frieden interessiert ist."
Von der Leyen betont europÀische Geschlossenheit
EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen bezeichnete das Treffen als einen weiteren Beleg fĂŒr die Geschlossenheit Europas. Sie betonte, dass es nun vor allem darum gehen mĂŒsse, die ukrainischen StreitkrĂ€fte so zu stĂ€rken, dass diese "zur besten Sicherheitsgarantie fĂŒr die Verteidigung ihres Landes" werden. "Um zu Frieden zu kommen, muss die Ukraine stark sein, und Europa muss stark sein", sagte sie.
Wie Macron sagte, prĂŒften die UnterstĂŒtzerlĂ€nder nun, wie die ukrainische Armee fĂŒr die Zukunft aufgestellt sein mĂŒsste, sowohl zu Land, auf dem Wasser als auch in der Luft. "Dies wird es dann ermöglichen, in die Planungsarbeiten einzusteigen, die es erlauben werden, die BeitrĂ€ge jedes Mitgliedslandes unserer Koalition zu klĂ€ren, um der Ukraine Sichtbarkeit zu verleihen und einen nunmehr sehr prĂ€zisen Aktionsplan zu haben."
Starmer: "Russland spielt auf Zeit"
Der britische Premierminister Keir Starmer warf Russland vor, auf Zeit zu spielen. "Wir sollten einen Rahmen und eine Frist setzen", sagte der Labour-Politiker nach dem Treffen. Man habe sich darauf geeinigt, den militĂ€rischen Druck auf Russland zu erhöhen durch UnterstĂŒtzung der Ukraine mit Waffen. Der britische Verteidigungsminister John Healey werde das nĂ€chste Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe zur Koordinierung der militĂ€rischen Hilfe am 11. April leiten.
Zudem mĂŒsse auch der wirtschaftliche Druck auf Russland erhöht werden durch hĂ€rtere Sanktionen. Starmer betonte auch die Bereitschaft der sogenannten "Koalition der Willigen", zur Friedenssicherung eigene Truppen zu Land, See und in der Luft einzusetzen. Konkrete PlĂ€ne legte er aber noch nicht vor.

