Zuschuss Klimabilanz startet in die nächste Förderrunde
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 11:00 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS"Es ist extrem wichtig, dass wir neben Klimaanpassungsmaßnahmen weiterhin auch Maßnahmen adressieren, die die Erwärmung begrenzen. Denn wie stark die Folgen großer Hitze und anhaltender Trockenheit sind, zeigt sich dieses Jahr überdeutlich: In weiten Teilen der Südhälfte Deutschlands unterhalb einer Linie von Rheinland-Pfalz bis nach Südthüringen sind die Böden durch die Dürre nach wie vor nicht nur in den obersten 25 cm trocken, sondern bis in eine Tiefe von 1,80 m stark ausgetrocknet. Maßnahmen zur Minderung von Emissionen können Betriebe gezielt ergreifen, wenn sie eine Klimabilanz erstellen. Diese zeigt landwirtschaftlichen Betrieben, wo Emissionen reduziert und gleichzeitig Kosten gespart werden können. Diese doppelten Einsparpotenziale zu erkennen und zu nutzen - dafür legen wir mit unserem Zuschuss Klimabilanz ein Fundament", sagt Nikola Steinbock, Sprecherin des Vorstands der Rentenbank.
Das Interesse an der Klimabilanzierung wächst: Laut Rentenbank-Agrarbarometer vom Frühjahr 2026 erstellen bereits 20 Prozent der befragten Betriebe eine Klimabilanz, weitere zehn Prozent planen dies. Seit dem Start des Förderprogramms Mitte 2025 wurden mehr als 1.500 Anträge mit einem Zuschussvolumen von über 1,5 Millionen Euro bewilligt.
Auch Milchviehhalter Henrik Döhrmann aus Niedersachsen hat den Zuschuss bereits genutzt: "Die Klimabilanz zeigt uns, wo wir noch effizienter werden und Kosten sparen können. Wenn wir dadurch gleichzeitig Emissionen reduzieren, profitieren sowohl unser Betrieb als auch das Klima."
Interessenbekundung bis zum 27. November
Nach Abschluss des Interessenbekundungsverfahrens werden die Betriebe, die zur Antragstellung eingeladen werden, per Zufallsverfahren ausgewählt. Sie haben anschließend bis zum 29. Januar 2027 (12:00 Uhr) Zeit, ihren Förderantrag einzureichen. Mit der Erstellung der Klimabilanz darf erst nach Erhalt der Förderzusage begonnen werden.
Bestehende Förderzusagen bis Oktober 2027 verlängert
Für Betriebe, die bereits eine Förderzusage erhalten haben, gibt es ebenfalls eine Neuerung: Die Rentenbank hat alle Zusagen mit einem ursprünglichen Bewilligungsende am 15. November 2026 bis zum 31. Oktober 2027 verlängert. Die zugesagten Fördermittel stehen damit bis zu diesem Datum zur Verfügung. Ein gesondertes Schreiben zur Verlängerung wird nicht versandt. Die Rentenbank empfiehlt den Betrieben dennoch, die Erstellung ihrer Klimabilanz zeitnah abzuschließen und den Auszahlungsantrag möglichst frühzeitig einzureichen.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Interessenbekundung unter:
https://www.rentenbank.de/zuschussprogramme/klimabilanz/
Hintergrund:
Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum. Der Förderauftrag schließt neben der Land- und Forstwirtschaft sowie der gesamten Wertschöpfungskette Lebensmittel den Ausbau erneuerbarer Energien ebenso ein wie die Förderung der Bioökonomie. Besonderes Gewicht liegt auf der Innovationsförderung. Sie reicht von der Forschung und Entwicklung an Hochschulen über die Frühfinanzierung agrarnaher Start-ups bis hin zur Markt- und Praxiseinführung neuer Technologien und Produkte. Die Förderinstrumente der Rentenbank sind Zuschüsse, Nachrangdarlehen und Programmkredite. Die Programmkredite werden wettbewerbsneutral über die Hausbanken der Endkreditnehmer vergeben. Die Rentenbank refinanziert Banken, Sparkassen und Gebietskörperschaften mit Bezug zum ländlichen Raum. Die Bank ist eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Grundkapital von der Land- und Forstwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland aufgebracht wurde. Sie unterliegt dem KWG und wird von der BaFin und der Bundesbank beaufsichtigt. Die Förderbank refinanziert sich an den Finanzmärkten und gehört zu den wenigen Triple-A-Adressen Deutschlands.
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