Niedersachsen, Deutschland

Lies zeigt VerstĂ€ndnis fĂŒr unzufriedene VW-Mitarbeiter

06.01.2026 - 04:45:05 | dpa.de

Zweifel bei den BeschĂ€ftigten, Sorgen um Standorte und ein Konzernchef mit neuem Fokus: Niedersachsens MinisterprĂ€sident und VW-Aufsichtsrat Olaf Lies Ă€ußert sich zur Situation bei Volkswagen.

  • Er soll bis Ende 2030 an der Spitze des Konzerns bleiben und den Sparkurs vorantreiben: VW-Chef Oliver Blume. (Archivbild) - Foto: Michael Kappeler/dpa
  • FĂŒr das VW-Werk in OsnabrĂŒck mit rund 2.300 BeschĂ€ftigten ist die Zukunft wegen auslaufender ProduktionsauftrĂ€ge ungewiss. (Archivbild) - Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
  • Niedersachsen hĂ€lt 20 Prozent der Stimmrechte im VW-Konzern. MinisterprĂ€sident Lies sitzt fĂŒr das Land im Aufsichtsrat. (Archivbild) - Foto: Moritz Frankenberg/dpa
Er soll bis Ende 2030 an der Spitze des Konzerns bleiben und den Sparkurs vorantreiben: VW-Chef Oliver Blume. (Archivbild) - Foto: Michael Kappeler/dpa FĂŒr das VW-Werk in OsnabrĂŒck mit rund 2.300 BeschĂ€ftigten ist die Zukunft wegen auslaufender ProduktionsauftrĂ€ge ungewiss. (Archivbild) - Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa Niedersachsen hĂ€lt 20 Prozent der Stimmrechte im VW-Konzern. MinisterprĂ€sident Lies sitzt fĂŒr das Land im Aufsichtsrat. (Archivbild) - Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Niedersachsens MinisterprĂ€sident Olaf Lies kann die Sorgen vieler Mitarbeiter des Autobauers Volkswagen verstehen. «Dass es Verunsicherung und Unzufriedenheit gibt in Zeiten großer VerĂ€nderungen, kann ich sehr nachvollziehen, das ist verstĂ€ndlich», sagte der SPD-Politiker und VW-Aufsichtsrat der Deutschen Presse-Agentur. Der VW-Vorstand nehme die Bedenken der Belegschaft sehr ernst.

In einer Betriebsversammlung im Dezember war vor dem Hintergrund des Sparkurses bei Volkswagen eine Umfrage des Gesamtbetriebsrats vorgestellt worden, wonach nur noch 16 Prozent der BeschĂ€ftigten glauben, dass Wirtschaftlichkeit und BeschĂ€ftigungssicherung fĂŒr den Vorstand gleichrangige Ziele sind. 2021 hatten das demnach noch knapp 40 Prozent gesagt.

«Die BeschĂ€ftigten waren in den vergangenen Jahren bereit, große ZugestĂ€ndnisse zu machen und ihren Beitrag zu leisten», sagte Lies. Aber auch das Unternehmen und das Management trĂŒgen ihren Teil dazu bei, dass es wieder vorangehe.

Blume fokussiert sich auf VW

Positiv bewertete Lies, dass VW-Chef Oliver Blume sich jetzt vollstÀndig auf den Konzern konzentriert. Blume war gut drei Jahre lang zugleich Chef von VW und der Tochter Porsche. Zum Jahresende legte er diese Doppelrolle nieder.

«Jetzt geht es darum, das Unternehmen gemeinsam wieder voranzubringen», betonte Lies. Das Land Niedersachsen hĂ€lt 20 Prozent der Stimmrechte im VW-Konzern. Lies und seine Stellvertreterin Julia Willie Hamburg (GrĂŒne) sitzen fĂŒr das Land im Aufsichtsrat. Zusammen mit den Arbeitnehmervertretern haben sie dort die Mehrheit, bei wichtigen Entscheidungen hat das Land ein Veto-Recht.

Was wird aus dem VW-Werk in OsnabrĂŒck?

Zur Situation des VW-Werks in OsnabrĂŒck, das wegen auslaufender AuftrĂ€ge vor einer ungewissen Zukunft steht, Ă€ußerte sich Lies zurĂŒckhaltend. «Volkswagen ist in der Verantwortung, eine Lösung fĂŒr die Zukunft des Werks zu finden», sagte er. 

Der Standort verfĂŒge ĂŒber hervorragend qualifizierte BeschĂ€ftigte, wie er aus vielen GesprĂ€chen wisse. «Deswegen bleibe ich zuversichtlich, dass es eine gute Perspektive fĂŒr den Standort OsnabrĂŒck gibt.»

In dem Werk arbeiten rund 2.300 Menschen. Die Produktion der dort gebauten Porsche-Modelle soll 2026 auslaufen, Mitte 2027 dann auch die Fertigung des VW T-Roc Cabrios. Einen Folgeauftrag gibt es bislang nicht.

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