Trump beschwört 'völlige Einigkeit' zwischen USA und Israel
23.04.2025 - 06:21:24In einem Telefonat mit MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu, bei dem es auch um den Iran ging, habe Trump betont, er stehe fest auf der Seite Israels, sagte die Sprecherin des WeiĂen Hauses, Karoline Leavitt.
Trump habe in dem GesprĂ€ch mit Blick auf die Atomverhandlungen zugleich erklĂ€rt, die USA strebten eine Einigung mit dem Iran an, aber Teheran mĂŒsse eine Entscheidung treffen. Trump betonte demnach, dass der Iran niemals Atomwaffen haben dĂŒrfe.
Trump hatte zuvor nur knapp auf der Plattform Truth Social verlauten lassen, dass er mit Netanjahu ĂŒber eine Reihe von Themen wie Handel und den Iran gesprochen habe. "Das GesprĂ€ch lief sehr gut. Wir stehen in allen Fragen auf der gleichen Seite", schrieb er.
Trump soll Hilfe bei Angriff auf Irans Atomanlagen verweigert haben
Allerdings hatte die "New York Times" zuletzt berichtet, Trump habe Israel die UnterstĂŒtzung fĂŒr einen Schlag gegen die Atomanlagen im Iran verweigert. FĂŒr die geplanten Angriffe auf iranische Nuklearanlagen Anfang Mai seien mehrere Szenarien im GesprĂ€ch gewesen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Regierungsbeamte. Fast alle hĂ€tten die UnterstĂŒtzung des US-MilitĂ€rs erfordert.
Die israelische Regierung habe damit gerechnet, dass Trump die PlĂ€ne unterstĂŒtzen wĂŒrde, hieĂ es weiter. Nachdem mehrere Mitglieder der US-Regierung Zweifel angemeldet hatten, entschied sich Trump demnach gegen eine UnterstĂŒtzung der AngriffsplĂ€ne und kĂŒndigte kurz darauf Verhandlungen mit dem Iran ĂŒber das Atomprogramm an.
Familie von Geisel gibt weiteres Videomaterial aus Gaza frei
Eine Woche nach der Veröffentlichung des Videos einer in den Gazastreifen verschleppten Geisel hat die Familie des jungen Mannes weitere Teile der Aufnahme freigegeben. "Es waren eineinhalb Jahre des Leidens - jeder Tag ist die Hölle. Es gibt nichts zu essen, es gibt nichts zu trinken, ich bin die HÀlfte der Zeit krank", sagt der 21-jÀhrige Rom Braslavski in dem Video. "Wenn ich das nÀchste Mal krank bin, wird mich niemand in ein Krankenhaus bringen. Was passieren wird, ist einfach: Ich werde sterben und sie werden mich in eine Grube werfen."
Im Gegensatz zu dem vor einer Woche veröffentlichten Teil des Videos ist das Gesicht von Braslavski in der neuen Aufnahme nicht verpixelt. Sie habe sich entschieden, die Bilder zu veröffentlichen, "damit sein Schrei gehört werden kann", zitierte die Zeitung "The Times of Israel" die Familie. "Er schreit nicht nur, er bettelt uns an, ihn zu retten."
Der junge Mann war am 7. Oktober 2023 von palĂ€stinensischen Terroristen von dem Nova-Musikfestival entfĂŒhrt worden. Er befindet sich nun in der Gewalt des Islamischen Dschihad, der das Video auf ihren KanĂ€len veröffentlicht hatte. Unter welchen UmstĂ€nden das Video aufgenommen wurde, ist unklar. Die Familie der Geisel hatte der Veröffentlichung einer gekĂŒrzten Version des Videos in israelischen Medien zugestimmt.
US-AuĂenminister Rubio trifft Katars MinisterprĂ€sidenten Al Thani
US-AuĂenminister Marco Rubio kam in Washington zu GesprĂ€chen mit dem katarischen MinisterprĂ€sidenten und AuĂenminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani zusammen. Bei dem Treffen ging es auch darum, gemeinsame Antworten auf die Herausforderungen im Gazastreifen, im Libanon und in Syrien zu finden, wie es aus dem US-AuĂenministerium hieĂ. Katar vermittelt gemeinsam mit Ăgypten in den indirekten GesprĂ€chen zwischen Israel und der islamistischen Hamas ĂŒber eine neue Waffenruhe und die Freilassung der im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln.
MilitÀr: Rakete aus dem Jemen auf Nordisrael abgefeuert
Nach Angaben der israelischen StreitkrĂ€fte wurde aus dem Jemen eine Rakete auf den Norden Israels abgefeuert. In der Hafenstadt Haifa und der Umgebung wurde demnach Luftalarm ausgelöst. Die Rakete sei mit höchster Wahrscheinlichkeit erfolgreich abgefangen worden, teilte das israelische MilitĂ€r mit. Seit Ausbruch des Gaza-Kriegs schieĂt die Huthi-Miliz im Jemen regelmĂ€Ăig Raketen oder Drohnen auf Ziele in Israel und Schiffe im Roten Meer. Die Gruppe wird ebenso wie die Hamas im Gazastreifen und die Hisbollah im Libanon von Israels Erzfeind Iran unterstĂŒtzt.

