20.000 Hörakustiker: Wann HörgerÀte eine fachliche Anpassung brauchen
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 14:30 Uhr | Redaktion boerse-global.deHörgerĂ€te erleichtern vielen Menschen den Alltag, doch im laufenden Betrieb treten immer wieder funktionelle Störungen auf. Zu den hĂ€ufigsten Beschwerden von TrĂ€gerinnen und TrĂ€gern gehören ein vollstĂ€ndiger Ausfall des Klangs, eine verminderte LautstĂ€rke, störendes Pfeifen sowie ein Verrutschen der GerĂ€te im Gehörgang. Die Auslöser fĂŒr diese BeeintrĂ€chtigungen sind vielfĂ€ltig und reichen von einfachen Handhabungsfehlern bis hin zu Anpassungsbedarf durch FachkrĂ€fte.
Ursachen fĂŒr Tonausfall und LautstĂ€rkeverlust
Wenn ein Hörsystem keinen Ton mehr von sich gibt, liegt dies in den meisten FÀllen an leeren oder nicht ordnungsgemÀà eingesetzten Batterien. Bei den gÀngigen Energiespeichern kommen unterschiedliche Varianten zum Einsatz: Typ 10 mit gelber Kennzeichnung, Typ 312 in Braun, Typ 13 in Orange sowie Typ 675 mit blauer Markierung. Deren Lebensdauer variiert je nach Beanspruchung zwischen wenigen Tagen und mehreren Wochen.
LĂ€sst die LautstĂ€rke spĂŒrbar nach, können ebenfalls schwĂ€cher werdende Batterien die Ursache sein. HĂ€ufig blockiert jedoch Cerumen den Schallkanal. Ein Wechsel des Filters sowie die tĂ€gliche Reinigung mit einem trockenen Tuch oder einer BĂŒrste stellen grundlegende Pflegeschritte dar, um die einwandfreie Funktion sicherzustellen. Bei GerĂ€ten, die hinter dem Ohr getragen werden, empfiehlt sich zudem der regelmĂ€Ăige Austausch des Schallschlauchs im Abstand von einigen Monaten.
ZusĂ€tzliche BeeintrĂ€chtigungen können durch Ă€uĂere Bedingungen entstehen. Bei Temperaturwechseln von kalter AuĂenluft in beheizte RĂ€ume besteht im Winter die Gefahr von Kondensation im GerĂ€t.
Mögliche Symptome sind ein leiser oder unterbrochener Ton, Rauschen bis hin zum temporĂ€ren Gesamtausfall. Als SchutzmaĂnahmen gelten das Abwischen nach dem Aufenthalt im Freien und das Trocknen ohne externe Hitzequellen wie Föhn oder Heizung, wobei der Einsatz spezieller Trockner empfohlen wird.
Wer sich mit dem Erhalt der Hörkraft beschĂ€ftigt, sollte auch die Folgen fĂŒr die mentale Fitness kennen, da ein unbehandelter Hörverlust als groĂer Risikofaktor fĂŒr Demenz gilt. Dieser kostenlose PDF-Report zeigt, wie Sie mit gezielten Ăbungen Ihr Gehirn aktiv halten und den GedĂ€chtnisabbau ausbremsen können. Kostenlosen Report zur StĂ€rkung der geistigen Fitness anfordern
RĂŒckkopplungen und Passformprobleme
Ein wiederkehrendes Ărgernis ist das sogenannte Pfeifen der Systeme. Dabei handelt es sich um eine akustische RĂŒckkopplung: Schall entweicht aus dem Gehörgang, wird vom Mikrofon des HörgerĂ€ts erneut erfasst und abermals verstĂ€rkt.
Dieses PhĂ€nomen tritt auf, wenn die GerĂ€te nicht korrekt im Ohr sitzen, Seiten vertauscht wurden oder der Schallschlauch Defekte aufweist. Weitere Auslöser sind Ansammlungen von Ohrenschmalz, eine zu hoch eingestellte LautstĂ€rke sowie nahe am Ohr platzierte GegenstĂ€nde wie Brillen, MĂŒtzen, Telefone, Schals, HĂ€nde oder Masken.
Auch anatomische VerĂ€nderungen spielen eine Rolle. Falsch gewĂ€hlte Schirmchen, veraltete OhrpassstĂŒcke oder GewichtsverĂ€nderungen fĂŒhren dazu, dass der Sitz zu locker wird und das GerĂ€t verrutscht. Abhilfe schaffen neben der LautstĂ€rkereduzierung und der regelmĂ€Ăigen Reinigung eine prĂ€zise Anpassung sowie moderne Hörsysteme, die ĂŒber integrierte Funktionen zur RĂŒckkopplungsunterdrĂŒckung verfĂŒgen.
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Fachliche Betreuung und regelmĂ€Ăige Kontrolle
Treten stĂ€ndiges Pfeifen, unklarer Klang oder anhaltendes Unbehagen auf, ist die UnterstĂŒtzung durch Fachleute erforderlich. In Deutschland stehen fĂŒr die individuelle Betreuung rund 20.000 Hörakustiker in ĂŒber 7.500 FachgeschĂ€ften zur VerfĂŒgung, wie Zahlen der Bundesinnung der Hörakustiker KdöR belegen.
FĂŒr einen dauerhaft optimalen Betrieb werden strukturierte Kontrollintervalle empfohlen, etwa im ersten, dritten und sechsten Monat nach der Erstversorgung und danach in jĂ€hrlichen AbstĂ€nden. Die fachgerechte Justierung bleibt entscheidend, da selbst moderne Modelle mit automatischer Umgebungsanalyse und Richtmikrofonen eine kontinuierliche Anpassung an das individuelle Gehör erfordern.
