UN: 4,5 Millionen MĂ€dchen von GenitalverstĂŒmmelung bedroht
06.02.2026 - 15:39:18Weltweit droht nach Angaben der Vereinten Nationen rund 4,5 Millionen MĂ€dchen in diesem Jahr eine schwere Menschenrechtsverletzung, die GenitalverstĂŒmmelung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das UN-Kinderhilfswerk Unicef verurteilen diese Praxis zum internationalen Tag von Nulltoleranz gegenĂŒber weiblicher GenitalverstĂŒmmelung (6. Februar).Â
Dabei werden teils Kindern unter fĂŒnf Jahren die Ă€uĂeren weiblichen Geschlechtsorgane teilweise oder vollstĂ€ndig entfernt. In LĂ€ndern in Afrika, Asien oder Nahost, wo dies praktiziert wird, werden Tradition oder Religion angefĂŒhrt. Damit solle die JungfrĂ€ulichkeit der MĂ€dchen garantiert werden. In Wirklichkeit fĂŒhrt dieser Eingriff oft zu lebenslangen schweren gesundheitlichen Komplikationen. 230 Millionen MĂ€dchen und Frauen weltweit lebten mit den Folgen der GenitalverstĂŒmmelung.Â
Mit AufklĂ€rung sei es seit 1990 gelungen, die Praxis zurĂŒckzudrĂ€ngen, berichten die WHO und Unicef. FrĂŒher sei jedes zweite MĂ€dchen in den betroffenen LĂ€ndern derart verletzt worden, heute sei es nur noch jedes dritte. Aber die KĂŒrzung von Hilfsgeldern und systematische Versuche, den Kampf gegen die Praxis zu stoppen oder sie als «sicher» zu deklarieren, wenn sie von Ărzten ausgefĂŒhrt wird, machten die Arbeit schwieriger.


