Abnehmshakes im Test: Nur 2 von 20 Produkten ĂĽberzeugen
Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 23:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Intervallfasten, Abnehmshakes und Wellnesstourismus boomen. Doch nicht alle Angebote halten, was sie versprechen.
Kognitive Vorteile durch frĂĽhes Essensfenster
Eine aktuelle Pilotstudie zeigt: Intervallfasten kann mehr als nur beim Abnehmen helfen. Forscher untersuchten 47 übergewichtige Frauen zwischen 50 und 79 Jahren über sechs Monate. Alle Teilnehmerinnen hielten ein tägliches Kaloriendefizit von 500 Kilokalorien ein – aufgeteilt in zwei Gruppen mit unterschiedlichen Essensfenstern.
Die Gruppe mit einem Neun-Stunden-Fenster (Dinner-Cancelling) verlor zwar ähnlich viel Gewicht wie die Gruppe mit zwölf Stunden – etwa sieben Kilogramm. Doch in kognitiven Tests schnitten die Kurzzeit-Faster deutlich besser ab: Sie zeigten mehr Fähigkeiten bei räumlicher Planung und Problemlösung, machten weniger Fehler bei Gedächtnis- und Lernaufgaben. Besonders ein frühes Zeitfenster zwischen 8 und 16 Uhr scheint den Fettstoffwechsel positiv zu beeinflussen.
Mängel bei Abnehmshakes: Nur zwei Produkte überzeugen
Die Stiftung Warentest hat am 28. Juli 20 kommerzielle Abnehmshakes unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Lediglich zwei Produkte erhielten die Note „Gut“. Die Preise pro Portion variieren stark – zwischen 0,67 Euro und 2,87 Euro.
Die Kritikpunkte der Tester wiegen schwer. Bei mehreren Produkten fanden sie mikrobiologische Verunreinigungen: Überschreitungen der Warnwerte für Enterobakterien, Schimmelpilze und Bacillus Cereus. Hinzu kamen Rückstände von Chlorat, Aluminium und Kadmium. Auch die Dekoration stimmte nicht: Falsche Nährwertangaben und der Einsatz von Aromen statt echter Vanille trotz gegenteiliger Bewerbung führten zu Punktabzügen.
Wellnesstourismus: Vom Fasten bis zur digitalen Erholung
Der globale Wellnesstourismus hat die Billion-Dollar-Marke geknackt. Ein zentraler Trend 2026: „Blue Mind Breaks“ – mentale Erholung durch Naturerlebnisse. Formate wie Waldbaden oder „Walk & Talk“ gewinnen an Popularität. Studien deuten darauf hin, dass bereits kurze Aufenthalte in naturnaher Umgebung die Stresshormonwerte messbar senken.
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Spezialisierte Anbieter verzeichnen für die zweite Jahreshälfte eine konstante Buchungslage:
Klosterfasten in Niederösterreich: Vom 15. bis 22. August und vom 10. bis 17. Oktober 2026 gibt es Fastenwochen nach der Methode Buchinger/Lützner – inklusive Meditation und Bewegung.
Bildungsurlaub am Bodensee: Im Oktober 2026 stehen anerkannte Kurse zur Stressresilienz durch Basenfasten und Yoga auf dem Programm.
Stationäre Kuren im Nahetal: Mehrtägige Basen-Balance-Wochen mit medizinischen Analysen wie Körperfettmessungen und Heilerdeanwendungen.
Hotels setzen zudem auf digitale Tools. Ende Juli 2026 wurde ein „Wellness-Kompass“ vorgestellt, der Gästen personalisierte Impulse zu Bewegung, Schlaf und Ernährung liefert – für den Aufenthalt und den Alltag danach.
Stoffwechsel aktivieren: Was wirklich hilft
Neben Kurzzeit-Kuren rücken langfristige Strategien in den Fokus der Ernährungsberatung. Der Ruheumsatz des Körpers lässt sich kaum direkt beeinflussen – Bewegung ist der entscheidende Hebel. Experten empfehlen 7.000 bis 10.000 Schritte täglich plus zweimal Krafttraining pro Woche.
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Für eine nachhaltige Gewichtsreduktion gilt ein moderates Kaloriendefizit von 10 bis 20 Prozent unter dem Gesamtbedarf als ideal – etwa 500 Kilokalorien pro Tag. Das ermöglicht einen Gewichtsverlust von 0,5 bis 1 Kilogramm pro Woche. Eine proteinreiche Ernährung mit 1,2 bis 1,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht sowie eine volumenbasierte Kost mit viel Gemüse unterstützen den Prozess.
Im Alltag gewinnen zeitsparende Konzepte an Popularität. Bowls auf Basis von Hülsenfrüchten oder Getreide lassen sich in unter zehn Minuten zubereiten – und liefern trotzdem alle wichtigen Nährstoffe.
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