ADAMS-Plattform: Göttinger Uniklinik fĂŒhrt System erstmals in der EU ein
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 16:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die UniversitÀtsmedizin Göttingen (UMG) etabliert als erstes Krankenhaus in Deutschland und der gesamten EuropÀischen Union die ADAMS-Plattform des Anbieters MDClone.
Wie aus einem Bericht vom 28. September 2026 hervorgeht, dient das System als direkte ErgĂ€nzung fĂŒr das bereits an der Klinik bestehende Datenintegrationszentrum UMG-MeDIC. Ziel des Projekts ist es, die Nutzung komplexer Gesundheitsdaten in der universitĂ€ren Medizin und Forschung grundlegend weiterzuentwickeln.
Erweiterte Datenanalyse fĂŒr klinisches Personal
Durch den Einsatz der Plattform erhalten berechtigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der UniversitÀtsmedizin Göttingen die Möglichkeit, klinische LÀngsschnittdaten eigenstÀndig und auf sicherem Weg auszuwerten. Die Einsatzbereiche sind dabei breit gefÀchert: Neben wissenschaftlichen Forschungsvorhaben soll die Plattform sowohl der Patientenversorgung als auch dem internen QualitÀtsmanagement dienen.
LĂ€ngsschnittdaten bilden den Verlauf von Erkrankungen sowie therapeutischen MaĂnahmen ĂŒber lĂ€ngere ZeitrĂ€ume hinweg ab. Das Datenintegrationszentrum UMG-MeDIC fungiert an der UniversitĂ€tsklinik als zentrale Anlaufstelle fĂŒr die ZusammenfĂŒhrung verschiedener Informationsquellen.
Die ErgÀnzung durch die Software soll es autorisierten FachkrÀften erleichtern, Fragestellungen aus dem klinischen Alltag und der Versorgungsforschung zeitnah zu analysieren, ohne dabei auf externe Zwischenschritte angewiesen zu sein.
Die UniversitĂ€tsmedizin Göttingen ergĂ€nzt ihr Datenintegrationszentrum um eine Plattform, mit der berechtigte Mitarbeitende klinische LĂ€ngsschnittdaten eigenstĂ€ndig auswerten können â ohne externe Zwischenschritte. Wie Sie diesen Weg fĂŒr Ihre Klinik strukturieren, zeigt unser Leitfaden in fĂŒnf Schritten. 5-Schritte-Leitfaden jetzt anfordern
Schutz der PrivatsphÀre durch synthetische Datengenerierung
Ein wesentliches Funktionsmerkmal der Plattform betrifft den Schutz sensibler Gesundheitsdaten. Das System ist in der Lage, synthetische DatensĂ€tze aus realen klinischen Daten zu erzeugen. Bei diesem Verfahren werden statistische Eigenschaften und ZusammenhĂ€nge der ursprĂŒnglichen Krankenakten rechnerisch nachgebildet, ohne dass reale PatientendatensĂ€tze nach auĂen weitergegeben werden mĂŒssen.
FĂŒr den Einsatz in der klinischen Forschung bietet dieser Mechanismus neue HandlungsspielrĂ€ume. Analysen und Modellierungen lassen sich auf einer realitĂ€tsnahen Datenbasis durchfĂŒhren, wĂ€hrend die IdentitĂ€t der behandelten Personen zu jedem Zeitpunkt geschĂŒtzt bleibt. Dadurch wird die Trennung zwischen schutzbedĂŒrftigen PrimĂ€rdaten und wissenschaftlicher Nachnutzung gewahrt.
Internationale Vorbilder im klinischen Einsatz
Mit der EinfĂŒhrung der Plattform greift die UniversitĂ€tsmedizin Göttingen auf ein Konzept zurĂŒck, das auĂerhalb der EuropĂ€ischen Union bereits an mehreren groĂen Klinikstandorten etabliert ist.
Sensible Patientendaten fĂŒr Forschung und QualitĂ€tsmanagement nutzbar machen, ohne die PrimĂ€rdaten aus der Hand zu geben: Der Göttinger Ansatz setzt auf synthetische DatensĂ€tze, die statistische ZusammenhĂ€nge nachbilden. Unsere Checkliste zeigt, welche Rollen, Rechte und Freigabewege Sie dafĂŒr klĂ€ren mĂŒssen. DSGVO-Checkliste jetzt sichern
Dem Bericht zufolge wird das Modell bereits bei UChicago Medicine, beim Manchester University NHS Foundation Trust sowie am Sheba Medical Center eingesetzt. Mit der Bereitstellung an der UMG wird das System nun erstmals an einer universitÀren Einrichtung im kontinentaleuropÀischen Raum betrieben.
