ADHS, Neurofeedback

ADHS bei Kindern: Neurofeedback mit Hirnstrommessung wirkt prÀzise

Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 08:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neurofeedback mit prÀziser QEEG-Diagnostik gewinnt bei ADHS und Konzentrationsstörungen an Bedeutung. Die Therapie wird individuell auf das neuronale Profil abgestimmt.

Neurofeedback bei ADHS: Hirnstrommessung als Therapieansatz
Ein Kind mit EEG-Elektroden auf dem Kopf konzentriert sich auf einen Tablet-Bildschirm mit Gehirnwellenmustern in einem Therapieraum. Illustration mit AI erstellt.

Die computergestĂŒtzte Therapie soll bei Konzentrationsstörungen, ADHS und anderen neurologischen AuffĂ€lligkeiten helfen.

PrÀzise Diagnostik vor der Therapie

Der Erfolg von Neurofeedback hĂ€ngt maßgeblich von der vorherigen Diagnostik ab. Fachzentren wie das Longevity Center Vienna setzen auf QEEG-Brainmapping. Das Verfahren erfasst die elektrische HirnaktivitĂ€t und identifiziert Abweichungen in den Gehirnwellenmustern.

Eine besondere Rolle spielt die Messung ereigniskorrelierter Potentiale (ERP). In Österreich nutzt nur dieses Zentrum die spezifische Hirnstrommessung zur Vorbereitung von Neurofeedback-Sitzungen. So lassen sich TherapieplĂ€ne individuell auf das neuronale Profil der Patienten zuschneiden. Das Angebot richtet sich an Kinder ab sechs bis sieben Jahren.

Breites Anwendungsspektrum

Neurofeedback kommt bei verschiedenen Indikationen zum Einsatz. Neben Konzentrationsschwierigkeiten und ADHS behandelt die Methode auch Schlafstörungen und MigrĂ€ne. Bei MigrĂ€ne findet die ILF-Methode (Infra-Low Frequency) nach Othmer Anwendung. Ziel ist die Regulierung der Übererregbarkeit im Gehirn.

Patienten berichten von reduzierter Attackenfrequenz und besserer SchlafqualitĂ€t. ADHS bleibt jedoch der zentrale Anwendungsbereich. In Deutschland ist etwa jedes 20. Kind betroffen. Die Diagnosen nehmen zu – und das nicht nur bei Kindern. Eine Auswertung vom Juli 2026 zeigt: Bei Erwachsenen haben sich Erstdiagnosen in zehn Jahren fast verdreifacht. Besonders bei Frauen ist der Anstieg signifikant.

Steigende Fallzahlen – was steckt dahinter?

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Die Wartezeit auf einen Therapieplatz betrĂ€gt bis zu neun Monate – doch Neurofeedback mit prĂ€ziser Hirnstrommessung bietet eine vielversprechende Alternative. Der kostenlose Leitfaden erklĂ€rt, wie QEEG-Brainmapping und Neurofeedback bei ADHS wirken, und liefert eine Checkliste fĂŒr die Zentrumssuche. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern

Experten fĂŒhren die Zunahme auf bessere Diagnoseinstrumente und stĂ€rkere Sensibilisierung zurĂŒck. Das UniversitĂ€tsklinikum Heidelberg beziffert den Autismus-Anteil in der Bevölkerung auf rund ein Prozent. Eine frĂŒhe Diagnose ist ab zwei Jahren möglich. Doch spezialisierte Zentren haben KapazitĂ€tsengpĂ€sse – die Wartezeit betrĂ€gt bis zu neun Monate.

Auch systemorientierte AnsĂ€tze rĂŒcken in den Fokus. Mediziner beobachten mehr FĂ€lle von Chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS) und Long Covid bei Kindern. Besonders betroffen sind MĂ€dchen ab der PubertĂ€t. Gefordert wird eine interdisziplinĂ€re Betreuung in spezialisierten Zentren.

Digitale Medien als Belastungsfaktor

Der Lebensstil beeinflusst die kognitive Entwicklung maßgeblich. Eine DAK-Studie aus 2026 zeigt: Kinder verbringen an schulfreien Tagen durchschnittlich 490 Minuten mit Gaming, Social Media oder Streaming. In den sechs Wochen Sommerferien summiert sich das auf rund 340 Stunden Bildschirmzeit.

Politik und VerbĂ€nde reagieren mit Appellen. In Niederösterreich fordert die Landesregierung eine Reduktion der Bildschirmzeit. EdTech-Unternehmen versuchen parallel, den Medienkonsum pĂ€dagogisch aufzuwerten. Ein MĂŒnchner Startup startete im Juli 2026 eine TV-Kampagne fĂŒr bewusstere Nutzung digitaler Angebote.

Energydrinks: AchtjÀhrige kaufen problemlos

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Ihr Kind verbringt in den Sommerferien durchschnittlich 340 Stunden vor Bildschirmen – das belastet die Konzentration. Neurofeedback kann helfen, die Aufmerksamkeit zu trainieren. Unser Leitfaden zeigt, wie die Methode funktioniert und welche Übungen Sie zu Hause umsetzen können. Leitfaden jetzt kostenlos sichern

Auch die ErnĂ€hrung gerĂ€t in den Fokus. Foodwatch fĂŒhrte in Wien TestkĂ€ufe durch – mit alarmierendem Ergebnis: Selbst achtjĂ€hrige Kinder erhielten problemlos hochdosierte Energydrinks. Mit ĂŒber 30 mg Koffein pro 100 ml ĂŒberschreiten diese GetrĂ€nke die empfohlene Tagesdosis fĂŒr MinderjĂ€hrige massiv. Die Folgen: Unruhe und KonzentrationsschwĂ€che verschĂ€rfen sich.

Die Förderung kindlicher Konzentration bewegt sich heute zwischen Hightech-Medizin und verĂ€nderten Lebensbedingungen. Neurofeedback bietet einen technologischen Ansatz – ergĂ€nzt durch prĂ€zise Diagnostik und kritische Begleitung des Alltags.

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