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Adobe integriert 70+ Apps in ChatGPT: Kreativarbeit per Sprachbefehl

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 20:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Adobe integriert sein Kreativ-Portfolio in ChatGPT und ermöglicht Design-Aufgaben per Sprachbefehl. Weitere KI-Plattformen folgen.

Adobe bündelt über 70 Kreativ-Apps in einem ChatGPT-Plugin
Moderner Arbeitsplatz mit Laptop, der nahtlose Integration von Designtools und KI zeigt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Adobe integriert über 70 Kreativ- und Produktivitätsanwendungen in eine einzige Schnittstelle für ChatGPT – ein Schritt, der die Arbeitsweise von Designern und Content-Erstellern grundlegend verändern könnte.

Der Softwarekonzern hat am heutigen Donnerstag ein einheitliches Plugin für den KI-Assistenten ChatGPT vorgestellt. Damit erhalten Nutzer Zugriff auf Werkzeuge aus Photoshop, Premiere, Firefly, Acrobat, Lightroom, Illustrator, InDesign, Express und Adobe Stock – alles über eine zentrale Anlaufstelle.

Kreativarbeit per Sprachbefehl

Das neue Plugin ermöglicht es, komplexe Aufgaben über natürliche Sprachbefehle in der ChatGPT-Web- und Mobilversion sowie in ChatGPT Work und Codex auszuführen. Per Texteingabe lassen sich Bilder generieren, Fotos in Serie mit einheitlichem Stil bearbeiten, lange Videos in Social-Media-Clips verwandeln oder Dokumente und Designs auf Basis von Vorlagen formatieren.

Forest Key, Vizepräsident für Adobe Firefly und Agentive KI, betont: Das Unternehmen wolle professionelle Werkzeuge genau dort verfügbar machen, wo Menschen bereits arbeiten. Die Ergebnisse der Integration beschreibt er als ebenso unvorhersehbar wie reizvoll. Deepti Pradeep von Adobe ergänzt: Der Clou liege darin, dass sich Nutzer nicht mehr darum kümmern müssten, welche Anwendung im Hintergrund gerade aktiv sei.

Strategische Partnerschaft mit OpenAI

Der Start markiert zugleich eine Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Adobe und OpenAI. Vibhor Chhabra von OpenAI sieht in der Partnerschaft eine Chance für Nutzer, ihre Kreativität durch die Adobe-Funktionen besser auszudrücken. Branchenkreise schätzen die Zahl der ChatGPT-Nutzer auf mehrere hundert Millionen – ein enormes Potenzial für Adobes Strategie.

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Das Plugin folgt auf spezielle Apps, die bereits im Dezember 2025 veröffentlicht wurden. Wichtig für Profis: Die Integration soll die vollwertigen Anwendungen ergänzen, nicht ersetzen. Der Zugang ist weltweit möglich, wobei Gastzugänge eingeschränkt sind – für bestimmte generative Funktionen ist ein Adobe-Konto erforderlich.

Ausblick: Weitere Plattformen folgen

Schon in diesem Monat will Adobe ähnliche Integrationen für Google Gemini und Slack bereitstellen. Die Botschaft ist klar: Adobe positioniert sich dort, wo die Nutzer sind – und nicht mehr nur in der eigenen Software-Welt.

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Ob der Schachzug aufgeht, dürfte sich zeigen, sobald die ersten Anwender die neuen Workflows im Alltag testen.

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