Affinity für Linux: Canva bestätigt aktive Entwicklung der Kreativsuite
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 13:52 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas Softwareunternehmen Canva arbeitet an einer Linux-Version der Kreativsuite Affinity. Wie aus Medienberichten vom 3. November 2026 hervorgeht, bestätigte das Unternehmen in einem Beitrag auf der Plattform X, dass sich die Portierung in aktiver Entwicklung befinde.
Ein offizieller Veröffentlichungstermin wurde dabei nicht genannt. Die Bestätigung erfolgte als Reaktion auf eine direkte Nutzerfrage, über die das Fachportal OMG Ubuntu aufmerksam wurde; eine eigenständige offizielle Ankündigung veröffentlichte das Unternehmen bislang nicht.
Technische Umsetzung und Systemdetails bleiben unklar
Konkrete Angaben zur technischen Ausgestaltung der Linux-Fassung liegen derzeit nicht vor. Weder zu den unterstützten Linux-Distributionen noch zu den minimalen Systemanforderungen hat Canva Informationen mitgeteilt.
Ebenso bleibt offen, über welche Paketformate – wie etwa Flatpak oder Snap – die Anwendung künftig bereitgestellt werden soll und welchen genauen Funktionsumfang die Linux-Ausgabe umfasst. Branchenbeobachter halten sowohl eine vollständig native Linux-Entwicklung als auch den Einsatz einer angepassten Wine-Laufzeitumgebung für denkbar.
Bislang gab es für die Affinity-Suite keinen offiziellen Linux-Support, sodass Nutzer auf Workarounds angewiesen waren. Eine beliebte Hilfslösung stellt das Community-Projekt AffinityOnLinux dar, das die Ausführung der Windows-Version über Wine ermöglicht.
Dieser Ansatz bringt jedoch Einschränkungen mit sich: Unter anderem bereiten Software-Updates, die Hardwarebeschleunigung, die Skalierung der Benutzeroberfläche sowie die Anmeldung bei Canva-Diensten im laufenden Betrieb regelmäßig Probleme.
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Konkurrenz zu Adobe und Open-Source-Angeboten
Die Affinity-Reihe gilt als direkte Alternative zu den etablierten Programmen von Adobe, insbesondere Photoshop, Illustrator und InDesign. Die proprietäre, quellgeschlossene Software umfasst Werkzeuge für Vektorillustration, Rasterbildbearbeitung, Fotobearbeitung und Seitenlayout und bietet zudem ein JavaScript-Scripting-Studio. Das Programm unterstützt gängige Standard- und Austauschformate und kann Dateien in den Formaten PSD, AI, IDML, PDF sowie SVG öffnen.
Auf dem Linux-Desktop trifft Affinity auf eine Reihe etablierter Open-Source-Alternativen, die Anwendern weiterhin zur Verfügung stehen. Dazu zählen vor allem Programme wie GIMP für die Bildbearbeitung, Krita für digitales Zeichnen und Malen sowie Inkscape für die Vektorgrafik.
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Kostenlose Basisversion und Abo-Funktionen
Affinity setzt auf ein gemischtes Geschäftsmodell: Die grundlegende Software steht weitgehend kostenfrei zur Verfügung und darf sowohl für private als auch für kommerzielle Projekte eingesetzt werden. Zusätzliche Monetarisierungsansätze greifen insbesondere bei vernetzten Diensten und generativen Werkzeugen.
Bestimmte KI-Funktionen erfordern ein kostenpflichtiges Canva-Pro-Abonnement. Die Kosten für dieses Abonnement liegen bei 12 Euro pro Monat oder 110 Euro pro Jahr. Ob und wie diese Dienste in der Linux-Fassung eingebunden werden, ist Gegenstand der laufenden Entwicklung.
