AI Agenda Austria: FORWIT legt Impulse für neue nationale KI-Strategie vor
Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 17:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Rat für Forschung, Wissenschaft, Innovation und Technologieentwicklung (FORWIT) hat am 9. Oktober 2026 ein Grundsatzpapier zur Weiterentwicklung der österreichischen Politik im Bereich der künstlichen Intelligenz vorgestellt.
Der Policy Brief mit dem Titel „AI Agenda Austria – Impulse für Gesellschaft, Wirtschaft und Staat“, der auf den 2. Oktober 2026 datiert ist, soll als inhaltlicher Beitrag zur Ausarbeitung einer neuen nationalen KI-Strategie der Bundesregierung dienen. Das Dokument steht über die Website des Rates sowie über das Repositorium Zenodo zur Verfügung.
Die Initiative zielt darauf ab, die bestehende nationale Strategie aus dem Jahr 2021 abzulösen. Bereits im Jahr 2024 hatte der Rat gemeinsam mit einem KI-Beirat die Überarbeitung der damaligen Leitlinien empfohlen, um auf die rasanten technologischen Veränderungen zu reagieren.
Weichenstellung für europäische und nationale Souveränität
Verfasst wurde das Strategiepapier von Horst Bischof, Thomas Henzinger, Georg Kopetz, Andreas Kugi, Helga Nowotny und Johanna Pirker. Die Arbeitsgruppe betont die Dringlichkeit konkreter politischer Maßnahmen.
Johanna Pirker, die Leiterin der FORWIT-Arbeitsgruppe für künstliche Intelligenz, erklärte in einer Mitteilung vom 9. Oktober 2026, dass die wirtschaftlichen und technologischen Führungspositionen der kommenden Jahrzehnte gegenwärtig verteilt würden.
Österreich müsse daher seine Rolle in diesem weltweiten Wettbewerb behaupten und die langfristige Souveränität des eigenen Landes sowie Europas absichern.
Wer sich mit der strategischen Bedeutung dieser Technologie befasst, findet in diesem kompakten Leitfaden alle wichtigen Fristen und Pflichten der neuen europäischen Regeln. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt
Der FORWIT-Vorsitzende Thomas Henzinger unterstrich in diesem Zusammenhang, dass nicht allein die Formulierung einer Strategie über den Erfolg entscheide. Maßgeblich sei vielmehr, die erarbeiteten Konzepte zügig in Forschung, unternehmerische Innovation, wirtschaftliche Wertschöpfung und konkreten Nutzen für die Gesellschaft zu überführen.
Regulierungsrahmen und Schwerpunkte in Verwaltung und Bildung
Ein zentraler Vorschlag des Papiers sieht vor, Österreich international als vertrauenswürdigen Rechts- und Regulierungsstandort für künstliche Intelligenz zu etablieren. Vorgesehen ist hierfür ein verbindlicher Rahmen zur Regulierung und Zertifizierung, der ethische Standards garantiert und den Einsatz robuster technischer Systeme gewährleisten soll.
Darüber hinaus formuliert das Beratungsgremium drei maßgebliche Handlungsfelder für Staat und Gesellschaft: Zum einen gelte es, KI-Kompetenzen über sämtliche Bildungsstufen hinweg systematisch aufzubauen und zu verankern.
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Zum anderen müsse die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft durch eine produktive und technologisch unabhängige Aufstellung gestärkt werden. Als dritten Schwerpunkt nennt das Papier eine umfassende, durch den Einsatz künstlicher Intelligenz getriebene Erneuerung und Modernisierung der öffentlichen Verwaltung.

