AI Systems Transparency Act: US-Senatoren wollen KI-Anbieter zur Offenlegung verpflichten
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 19:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine parteiübergreifende Gruppe von Mitgliedern des US-Senats hat einen neuen Gesetzesvorstoß zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz initiiert. Mit dem sogenannten AI Systems Transparency Act (ASTA) sollen Entwickler und Anbieter fortschrittlicher KI-Modelle künftig gesetzlich dazu verpflichtet werden, umfassende Informationen über ihre Datensammlung, implementierte Sicherheitsvorkehrungen sowie Maßnahmen zur Risikominderung offenzulegen.
Wie aus einem Bericht der Plattform govly.com vom 26. September 2026 hervorgeht, wird die Gesetzesinitiative gemeinsam von den Senatoren Chris Coons, Katie Britt, Brian Schatz und James Lankford getragen.
Durchsetzung durch die FTC und Vorgaben für Bundesbeschaffung
Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, die Entwicklung und den Einsatz von KI-Systemen nachvollziehbarer zu gestalten. Für die Überwachung und Durchsetzung der im ASTA verankerten Transparenzpflichten soll nach den Plänen der Senatoren die US-Handels- und Verbraucherschutzbehörde Federal Trade Commission (FTC) zuständig sein.
Neben allgemeinen Transparenzanforderungen sieht der ASTA wesentliche Neuerungen für die öffentliche Auftragsvergabe vor. Der Entwurf schafft neue Compliance-Pflichten für KI-Anbieter, die Produkte und Dienstleistungen im Rahmen der Bundesbeschaffung bereitstellen wollen.
Unternehmen, die mit US-Bundesbehörden zusammenarbeiten, müssten demnach strengere Nachweise bezüglich ihrer Modelle und Risikomanagementprozesse erbringen, um für staatliche Aufträge infrage zu kommen.
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Fokus auf Risikominimierung und Jugendschutz
Die beteiligten Senatoren betonen die Notwendigkeit verbindlicher Standards für Entwickler. Senator Chris Coons hob hervor, dass es bei der Überprüfung von Systemen keine bloßen Beschwichtigungen oder ein Abwinken ohne tatsächliche Offenlegung geben dürfe.
Unternehmen müssten Rechenschaft über ihre Verfahren ablegen. Senator Brian Schatz forderte entsprechende Offenlegungen zu den konkreten Fähigkeiten sowie den potenziellen Risiken von KI-Systemen ein.
Senatorin Katie Britt erklärte, der Entwurf schaffe entscheidende Transparenz für Forschende sowie für Eltern. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Initiative liege darin, die Risiken zu adressieren, die von KI-Systemen für die Jugend in den Vereinigten Staaten ausgehen können.
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Große Technologiekonzerne direkt betroffen
Die regulatorischen Anforderungen des ASTA würden die führenden Akteure der KI-Industrie unmittelbar erfassen. Zu den von dem Gesetzentwurf betroffenen Firmen zählen Branchengrößen wie OpenAI, Microsoft, Google, Anthropic und Meta. Sollte der ASTA den US-Kongress passieren, müssten diese Unternehmen detaillierte Einblicke in ihre Trainingsdaten, Sicherheitsprüfungen und Vorkehrungen gewähren.
